41 Kommentare zu „Hochfunktionale Depression: Die gefährliche Krankheit, die niemand sieht“
@martinwinklmann5359
Ich hatte das genauso auch, das schlimme ist, das es durch den schlechten Schlaf zu einer selbstverstärkenden Bewegung wird. Ich komme jetzt langsam raus aus dieser Spirale durch die stärksten rezepfreien Schlafmittel und TRT (diese auf niedriger! Dosis). Und meine grösste Stütze ist meine Frau, die mich versteht und unterstüzt!
Sehr interessant, wie haben sie es geschafft einen Arzt zu finden, der das Thema TRT mit ihnen angeht?
Schätzen sie sich glücklich so eine wunderbare Frau als Stütze zu haben! Ich habe meine nach 20 Jahren des Kampfes verloren, da sie so auch nicht mehr konnte. Habe leider bis heute nicht die richtige Hilfe gefunden. Überall Patientenaufnahmestopp.
Das keine Hilfe verfügbar ist, ist tatsächlich das größte Problem. Man muss viel zu lange warten, falls man denn überhaupt jemals den richtigen in der Umgebung findet. Die guten haben eh Patientenaufnahmestopp.
Das Stimmt, kompletter Wartelistenstopp oder Wartezeiten von 7 Jahren sind dabei gerade in NRW gar keine Seltenheit. Selbst für akute! Kliniktermine kann man 1,5 Jahre mindestens warten.
@user-di5hn5oh3f In Bayern nicht viel anders. Seit der Pandemie ist Land unter. Vorher wars ~6 Monate Wartezeit. Aber in der Nähe? Da hatte man auch nur Auswahl zwischen 1-3 Therapeuten die für die entsprechende Diagnose.
@DoktorWeigl1 Depression ist keine Krankheit sondern ein Symptom auf Grund eines kollektiven kranken Umfeldes. Nach Adam Smith keimt „unser“ Systemansatz im Konkurrenzprinzip, also „jeder gegen jeden“.
Das ist wider der „heiligen Grundordnung der Schöpfung“…….. SATANISCH bzw. narzisstisch.
Wenn ich Mitmenschen nicht wertschätze sondern diffamiere und u.a. durch Lügen verächtlich mache …. zum vermeintlich eigenen Wettbewerbsvorteil, dann werden emotional geistig gesunde Menschen krank bzw. depressiv.
ERICH FROM erklärt das auf youtube ganz gut.
Wahre Wertschätzung kann man von Hunden lernen. 😉
Gutes Video, hatte seit meiner Jugend mit Depressionen zu tun, die letzten Jahre habe ich mich als funktional Depressiv bewertet. Nach dem Video würde ich sagen ich bin übern Berg. War ein langer Weg mit viel Auf und Ab, aber ich habe wieder echte Freude, Ziele, Wünsche, und das wichtigste ich habe Lust aufs Leben.
Sucht euch Hilfe und gebt nicht auf, es wird besser, vielleicht nicht von heute auf Morgen, es ist ein Prozess und Arbeit an sich selbst. Es lohnt sich!
Du schaffst das!
Liebe Community, wer mehr über Prävention und Gesundheit erfahren möchte, dem empfehle ich mein neuestes Buch: https://bit.ly/inZukunftgesund In Zukunft gesund – Eine Einladung ! Auf 350 Seiten bespreche ich alle wichtigen Themen für ein längeres und gesünderes Leben. Wichtige und v.a. auch neue Aspekte, die viele bisher nicht wussten.
Schauen Sie gerne also einmal rein > https://bit.ly/inZukunftgesund
Viele Grüße
Dr. Tobias Weigl
Wenn du ein Bein gebrochen hast, sieht es jeder und jeder bietet seine Hilfe beim Tragen, Treppensteigen, im Bus und sonstwo an. Wenn du eine Depression hast, sieht es niemand, dafür wird man aufgrund von Unverständnis noch – zumindest vorwurfsvoll angesehen/bewertet. Es ist eine Katastrophe wie dieses wichtige Thema seit Jahrzehnten von Politik und Krankenkassen sträflichst vernachlässigt wird.
Ich wünsche einen besinnlichen vierten Advent sowie Weihnachten und Neujahr in angenehmer Gesellschaft 🍀 🙏🏼 🎄
Hatte eine Kollegin: sehr beliebt bei Kollegen beiderlei Geschlechts, sie arbeitete qualifiziert, jeder wollte mit ihr gerne zusammenarbeiten, sah gut aus, positive, geradezu charismatische Ausstrahlung, ging so über Jahre. Eines Tages war sie tot, Selbstmord. Ihre beste Freundin erzählte, dass sie nicht die geringste Ahnung hatte, machte sich Vorwürfe, dass sie nichts geahnt hat.
„Sie wollen depressiv sein? Was wollen Sie denn hier?“
Chefpsychologe der Burnout – und Depressionsabteilung, Begrüssung vor Klinikaufenthalt
„Wie geht es Ihnen heute?“
„Beschissen.“
„Das sieht man aber gar nicht.“
Chefärztin bei der wöchentlichen Visite, stationär in einer (anderen) psychiatrischen Klinik
@beatebrackhaus5010
Aussehen und inneres Empfinden sind zweierlei. Ich habe mir jahrelang nach außen auch nichts anmerken lassen: „Du siehst gar nicht depressiv aus.“
Ärzte geben immer ihren Eindruck wieder. Oft fehlt ihnen dabei die Empathie, schade. Das können Psychologen besser, sie haben mehr Zeit dazu.
@IlonaWeihaupt Wenn man denn überhaupt eine Selbsthilfegruppe findet. Bei mir auf dem platten Land ist die nächste Selbsthilfegruppe über 20 km entfernt. Für mich ohne Auto unerreichbar. Habe deshalb versucht, eine neue zu gründen, aber finde keinen Raum, in dem man sich treffen kann. Also Pech gehabt.
Ich habe das auch. Leider keine Hilfe. Ich arbeite sehr viel, gehe zusätzlich in die Abendschule, aber ich bin sehr einsam und seit Jahren Single. Innerlich habe ich sehr zu kämpfen, aber bei jedem Versuch darüber zu sprechen, wird das nur so angetan.
Dankeschön Herr Dr. Weigl! 🙏🏻
Ich bin von dieser hochfunktionalen Depression betroffen. Das ist auch immer ein Thema bei meinem Psychiater. Auch in meinem Umfeld wissen es viele. Leider werde ich dort diesbezüglich nicht ernst genommen. Wie Sie schon sagen: hochfunktional. Da ich von außen betrachtet funktioniere, zählen meine Worte nicht. Meine regelmäßigen psychischen Zusammenbrüche habe ich auch nicht in der Öffentlichkeit, sondern in meiner Wohnung. Ich lebe alleine.
Vielen Dank dass Sie auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen! Depressionen zeigen sich oft sehr unterschiedlich.
Ich wünsche allen Betroffenen, Angehörigen und Freunden viel Kraft. ❤
So ist das, ich habe mich arrangiert und es ist egal. Das Leben möchte ich trotzdem nicht beenden, geht schnell genug. Ich versuche alles in Ruhe zu tun und mit großer Disziplin zu leben, da das am besten geht. 2x im Monat gehe ich für einen Tag ins Bett und sage das ich krank bin, das erlaube ich mir und zieh das durch. Meine Arbeit ist anstrengend, da brauche ich auch viel Ruhe und akzeptiere das. Akzeptanz war für mich persönlich wichtig. Alles Gute. Nicht zu viel erwarten.🌻
Ich finde die Diskrepanz in diesem Land interessant. Einerseits weiß man, wie wichtig die psychische Gesundheit ist, andererseits geht man mit Menschen, die Sozialleistungen bekommen oder die zum Mindestlohn arbeiten müssen so um, als ob man sie vernichten will. Da ist Erpressung, Einschüchterung, Bedrohung, Erniedrigung, Bevormundung und Entwürdigung völlig normal. Ich weiß das aus Erfahrung. Ärzte dürfen dann die seelischen Schäden zusammen mit ihren Patienten ausbaden. Das Gesellschaft belastet sich somit selbst.
Das weckt Erinnerungen an sehr dunkle Zeiten. Unglaublich zu was der Kopf in der Lage ist. Hilfe hatte ich ausreichend verfügbar vor 25 Jahren. Ich hatte Glück, jedoch wurde von vielen stigmatisiert. Super geht es mir jetzt so gut.
Meine leichte Depressionen, besonders im Winter, sind nach einer Wanderung im Wald (am besten Nadelwald) wie weggeblasen. Selbst getestet, jeden Tag wandern und es gibt bei mir keine Depression mehr. Nach 2 Tagen Pause und die Depression kehrt immer wieder zurück. Sauna und Gym wirkt auch sehr gut, aber der Wald ist unschlagbar.
Das geilste ist, wenn dir die Leute sagen: „Du hast keine Lust zu reden“ „Du musst deine Einstellung ändern“ nur weil man nach außen gesund wirkt. Deshalb bin ich lieber alleine und meide Menschen.
„Dann bitte sollten Sie schleunigst Hilfe suchen.“
Wir scheinen in unterschiedlichen Welten zu leben, lieber Herr Dr. Weigl. 1 knappes Jahr Wartezeit für ein Erstgespräch sind traurige Realität!
Und dann ist ja auch nicht gegeben, dass der Therapeut auch zu einem passt nach so langer Wartezeit.
Aber wie ich an anderer Stelle schon erwähnt habe, ist es anderswo in Europa auch nicht besser. Bin in Großbritannien und da wird man in den meisten Fällen mit 6 bis 12 Stunden (wenn man Glück hat) Verhaltenstherapie abgespeist. An alle andere kommt man nur sehr schwer ran und den Therapeuten kann man sich auch nicht aussuchen.
Aber jeder sagt einem, man soll sich doch Hilfe suchen…
Damals als ich die 6 Stunden Verhaltenstherapie hatte, galten Depressionen als der ‚Schnupfen‘ unter den psychischen Erkrankungen, und wenn der mit Antidepressiva nicht weggeht, dann hat man offensichtlich unbewusst einen Krankheitsgewinn und will ja depressiv sein. Die Verhaltenstherapie war übrigens nicht erfolgreich.
@mtarjmeDie Sache mit dem Krankheitsgewinn ist schon zynisch. Genauso der Satz: Hol dir mal Hilfe.
Kein Wunder, dass viele Menschen lieber alleine bleiben und schweigen.
Ich hatte das genauso auch, das schlimme ist, das es durch den schlechten Schlaf zu einer selbstverstärkenden Bewegung wird. Ich komme jetzt langsam raus aus dieser Spirale durch die stärksten rezepfreien Schlafmittel und TRT (diese auf niedriger! Dosis). Und meine grösste Stütze ist meine Frau, die mich versteht und unterstüzt!
Alles Gute für Sie! 🙂
Sehr interessant, wie haben sie es geschafft einen Arzt zu finden, der das Thema TRT mit ihnen angeht?
Schätzen sie sich glücklich so eine wunderbare Frau als Stütze zu haben! Ich habe meine nach 20 Jahren des Kampfes verloren, da sie so auch nicht mehr konnte. Habe leider bis heute nicht die richtige Hilfe gefunden. Überall Patientenaufnahmestopp.
Das keine Hilfe verfügbar ist, ist tatsächlich das größte Problem. Man muss viel zu lange warten, falls man denn überhaupt jemals den richtigen in der Umgebung findet. Die guten haben eh Patientenaufnahmestopp.
Das Stimmt, kompletter Wartelistenstopp oder Wartezeiten von 7 Jahren sind dabei gerade in NRW gar keine Seltenheit. Selbst für akute! Kliniktermine kann man 1,5 Jahre mindestens warten.
@user-di5hn5oh3f In Bayern nicht viel anders. Seit der Pandemie ist Land unter. Vorher wars ~6 Monate Wartezeit. Aber in der Nähe? Da hatte man auch nur Auswahl zwischen 1-3 Therapeuten die für die entsprechende Diagnose.
Bin in einem anderen europäischen Land. Hier sieht’s leider auch nicht anders aus.
Kliniktermin 2-3 Wochen.
@germanCrowbar Bin ursprünglich aus Bayern. Das klingt jetzt nicht so schlecht. Ich drücke die Daumen 🤞
Diese Themen sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen und öfters mal thematisiert werden.
Danke für das Video.
Absolut. Danke fürs Feedback!
@DoktorWeigl1 Depression ist keine Krankheit sondern ein Symptom auf Grund eines kollektiven kranken Umfeldes. Nach Adam Smith keimt „unser“ Systemansatz im Konkurrenzprinzip, also „jeder gegen jeden“.
Das ist wider der „heiligen Grundordnung der Schöpfung“…….. SATANISCH bzw. narzisstisch.
Wenn ich Mitmenschen nicht wertschätze sondern diffamiere und u.a. durch Lügen verächtlich mache …. zum vermeintlich eigenen Wettbewerbsvorteil, dann werden emotional geistig gesunde Menschen krank bzw. depressiv.
ERICH FROM erklärt das auf youtube ganz gut.
Wahre Wertschätzung kann man von Hunden lernen. 😉
Gutes Video, hatte seit meiner Jugend mit Depressionen zu tun, die letzten Jahre habe ich mich als funktional Depressiv bewertet. Nach dem Video würde ich sagen ich bin übern Berg. War ein langer Weg mit viel Auf und Ab, aber ich habe wieder echte Freude, Ziele, Wünsche, und das wichtigste ich habe Lust aufs Leben.
Sucht euch Hilfe und gebt nicht auf, es wird besser, vielleicht nicht von heute auf Morgen, es ist ein Prozess und Arbeit an sich selbst. Es lohnt sich!
Du schaffst das!
Liebe Community, wer mehr über Prävention und Gesundheit erfahren möchte, dem empfehle ich mein neuestes Buch: https://bit.ly/inZukunftgesund In Zukunft gesund – Eine Einladung ! Auf 350 Seiten bespreche ich alle wichtigen Themen für ein längeres und gesünderes Leben. Wichtige und v.a. auch neue Aspekte, die viele bisher nicht wussten.
Schauen Sie gerne also einmal rein > https://bit.ly/inZukunftgesund
Viele Grüße
Dr. Tobias Weigl
Wenn du ein Bein gebrochen hast, sieht es jeder und jeder bietet seine Hilfe beim Tragen, Treppensteigen, im Bus und sonstwo an. Wenn du eine Depression hast, sieht es niemand, dafür wird man aufgrund von Unverständnis noch – zumindest vorwurfsvoll angesehen/bewertet. Es ist eine Katastrophe wie dieses wichtige Thema seit Jahrzehnten von Politik und Krankenkassen sträflichst vernachlässigt wird.
Ich wünsche einen besinnlichen vierten Advent sowie Weihnachten und Neujahr in angenehmer Gesellschaft 🍀 🙏🏼 🎄
Danke für den Kommentar
Hatte eine Kollegin: sehr beliebt bei Kollegen beiderlei Geschlechts, sie arbeitete qualifiziert, jeder wollte mit ihr gerne zusammenarbeiten, sah gut aus, positive, geradezu charismatische Ausstrahlung, ging so über Jahre. Eines Tages war sie tot, Selbstmord. Ihre beste Freundin erzählte, dass sie nicht die geringste Ahnung hatte, machte sich Vorwürfe, dass sie nichts geahnt hat.
❤❤❤
„Sie wollen depressiv sein? Was wollen Sie denn hier?“
Chefpsychologe der Burnout – und Depressionsabteilung, Begrüssung vor Klinikaufenthalt
„Wie geht es Ihnen heute?“
„Beschissen.“
„Das sieht man aber gar nicht.“
Chefärztin bei der wöchentlichen Visite, stationär in einer (anderen) psychiatrischen Klinik
Soviel zum Thema ernst genommen werden…
Stimmt. Ich habe immer gehört“Du siehst gut aus“ – ich sag zum Kotzen aus
Man bekommt auch keine große Hilfe in einer Selbsthilfegruppe mehr.
@beatebrackhaus5010
Aussehen und inneres Empfinden sind zweierlei. Ich habe mir jahrelang nach außen auch nichts anmerken lassen: „Du siehst gar nicht depressiv aus.“
Ärzte geben immer ihren Eindruck wieder. Oft fehlt ihnen dabei die Empathie, schade. Das können Psychologen besser, sie haben mehr Zeit dazu.
@IlonaWeihaupt Wenn man denn überhaupt eine Selbsthilfegruppe findet. Bei mir auf dem platten Land ist die nächste Selbsthilfegruppe über 20 km entfernt. Für mich ohne Auto unerreichbar. Habe deshalb versucht, eine neue zu gründen, aber finde keinen Raum, in dem man sich treffen kann. Also Pech gehabt.
Das ist furchtbar! Degradierend. Unmenschlich!
Ich habe das auch. Leider keine Hilfe. Ich arbeite sehr viel, gehe zusätzlich in die Abendschule, aber ich bin sehr einsam und seit Jahren Single. Innerlich habe ich sehr zu kämpfen, aber bei jedem Versuch darüber zu sprechen, wird das nur so angetan.
So wichtig. Danke für den Beitrag, von Herzen. Ich vermute/befürchte das rund jeder zweite Erwachsene sich hier angesprochen fühlt.
Dankeschön Herr Dr. Weigl! 🙏🏻
Ich bin von dieser hochfunktionalen Depression betroffen. Das ist auch immer ein Thema bei meinem Psychiater. Auch in meinem Umfeld wissen es viele. Leider werde ich dort diesbezüglich nicht ernst genommen. Wie Sie schon sagen: hochfunktional. Da ich von außen betrachtet funktioniere, zählen meine Worte nicht. Meine regelmäßigen psychischen Zusammenbrüche habe ich auch nicht in der Öffentlichkeit, sondern in meiner Wohnung. Ich lebe alleine.
Vielen Dank dass Sie auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen! Depressionen zeigen sich oft sehr unterschiedlich.
Ich wünsche allen Betroffenen, Angehörigen und Freunden viel Kraft. ❤
So ist das, ich habe mich arrangiert und es ist egal. Das Leben möchte ich trotzdem nicht beenden, geht schnell genug. Ich versuche alles in Ruhe zu tun und mit großer Disziplin zu leben, da das am besten geht. 2x im Monat gehe ich für einen Tag ins Bett und sage das ich krank bin, das erlaube ich mir und zieh das durch. Meine Arbeit ist anstrengend, da brauche ich auch viel Ruhe und akzeptiere das. Akzeptanz war für mich persönlich wichtig. Alles Gute. Nicht zu viel erwarten.🌻
Ich finde die Diskrepanz in diesem Land interessant. Einerseits weiß man, wie wichtig die psychische Gesundheit ist, andererseits geht man mit Menschen, die Sozialleistungen bekommen oder die zum Mindestlohn arbeiten müssen so um, als ob man sie vernichten will. Da ist Erpressung, Einschüchterung, Bedrohung, Erniedrigung, Bevormundung und Entwürdigung völlig normal. Ich weiß das aus Erfahrung. Ärzte dürfen dann die seelischen Schäden zusammen mit ihren Patienten ausbaden. Das Gesellschaft belastet sich somit selbst.
Heutztage erstmal hilfe finden bzw bekommen. Da fängt das Dilemma doch erst an
Das weckt Erinnerungen an sehr dunkle Zeiten. Unglaublich zu was der Kopf in der Lage ist. Hilfe hatte ich ausreichend verfügbar vor 25 Jahren. Ich hatte Glück, jedoch wurde von vielen stigmatisiert. Super geht es mir jetzt so gut.
Ich habe eine chronische Depression seit über 30 Jahren. Die hier besagte Symptome treffen bei mir alle zu.
Geht mir genauso .😞
Meine leichte Depressionen, besonders im Winter, sind nach einer Wanderung im Wald (am besten Nadelwald) wie weggeblasen. Selbst getestet, jeden Tag wandern und es gibt bei mir keine Depression mehr. Nach 2 Tagen Pause und die Depression kehrt immer wieder zurück. Sauna und Gym wirkt auch sehr gut, aber der Wald ist unschlagbar.
Da hast du recht. Jeden Tag raus, scheissegal wie man sich fühlt. Hilf dir selbst, denn das muss man.
Das geilste ist, wenn dir die Leute sagen: „Du hast keine Lust zu reden“ „Du musst deine Einstellung ändern“ nur weil man nach außen gesund wirkt. Deshalb bin ich lieber alleine und meide Menschen.
Es funktioniert, dass man funktioniert.
Es geht, dass man geht 😟😟
„Dann bitte sollten Sie schleunigst Hilfe suchen.“
Wir scheinen in unterschiedlichen Welten zu leben, lieber Herr Dr. Weigl. 1 knappes Jahr Wartezeit für ein Erstgespräch sind traurige Realität!
Und dann ist ja auch nicht gegeben, dass der Therapeut auch zu einem passt nach so langer Wartezeit.
Aber wie ich an anderer Stelle schon erwähnt habe, ist es anderswo in Europa auch nicht besser. Bin in Großbritannien und da wird man in den meisten Fällen mit 6 bis 12 Stunden (wenn man Glück hat) Verhaltenstherapie abgespeist. An alle andere kommt man nur sehr schwer ran und den Therapeuten kann man sich auch nicht aussuchen.
Aber jeder sagt einem, man soll sich doch Hilfe suchen…
Damals als ich die 6 Stunden Verhaltenstherapie hatte, galten Depressionen als der ‚Schnupfen‘ unter den psychischen Erkrankungen, und wenn der mit Antidepressiva nicht weggeht, dann hat man offensichtlich unbewusst einen Krankheitsgewinn und will ja depressiv sein. Die Verhaltenstherapie war übrigens nicht erfolgreich.
@mtarjmeDie Sache mit dem Krankheitsgewinn ist schon zynisch. Genauso der Satz: Hol dir mal Hilfe.
Kein Wunder, dass viele Menschen lieber alleine bleiben und schweigen.