44 Kommentare zu „Medical Gaslighting – eure Fragen: Fehl-Diagnosen und Ignoranz | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund“

    1. Zu 100% bei ADHS (in Deutschland von ~4,5Mio. Betroffenen sind 0,2% in Behandlung!), eine Freundin musste über ein Jahr kämpfen damit ihre kPTBS anerkannt wird, im gesamten psychischen Bereich ist Deutschland inzwischen auf dem Stand eines Entwicklungslandes.

      Aber das wird bestimmt alles besser mit der neuen Gesundheitsministerin unter der Regierung (Sch)Merz.. 💔

    2. 4:41 „Warum wird dann z.T. nicht eine gründliche … Diagnostik gemacht?“
      Kosten- und Zeitdruck, vor allem beim Kassenpatienten. Verweis auf den Facharztweg (Patient kommt frühestens in x Monaten wieder 🙈).

    3. @kleinesScrapHaus

      Diese Thematik hat mich betroffen. Der Psychosomatische Weg wurde meiner, obwohl ich Schmerzen durch einen Unfall hatte und eine Endometriose- Diese wurde zum Glück behandelt aber ich wurde sehr auf die psychische Schiene zunächst geschoben. Schmerzen vom Unfall wurden erst nach über 10 Jahren behandelt. Klar war da die Psyche in mitleidenschaft gezogen. Letztendlich hatte ich Glück doch noch zu Ärzten zu kommen die mich ernst nahmen. Die ganze Phase hat mein Leben stark beeinflusst so das ich jetzt erst wieder ins Leben komme. Abwertung ist kein Fremdwort für mich. Aber auch Frauen sind zu Frauen nicht empathiesch. Ein spannendes Thema. Danke für Euer Interview.

    4. @davidlipscomb1260

      Relevant sind vielfachliche Untersuchungen und oft nur eine Fachleute. Dokumentation fällt, aber wir haben Recht zu vollständiger Dokumentation. Wie könnte eine Patientin sich helfen? Viele Datei muss man zur Beobachtung stellen, und andere Faktoren muss man wegtragen.

  1. @medizinischaufgeklärt

    Hi! Und genau das ist der Grund warum ich als Hausarzt meinen Kanal mache! Ich möchte sensibilisieren, dass wir Ärzte die Gesundheitskompetenz des Patienten, der Patientin ernst nehmen müssen

    1. Hahaha du bist lustig.
      Wenn denn die Patienten auch Interesse für die eigene Gesundheit aufbringen könnten, anstatt das Thema Gesundheit pauschal an den Hausarzt gänzlich outzusourcen, wäre allen schon massiv geholfen 😅

      Vorallem ist doch bei den meisten nur ein Rezept Xy gewollt, anstatt tatsächliche an sich arbeiten zu müssen & z.b. Gewohnheiten zu ändern.

      Kompetenzen in der Kommunikation sind eigentlich auch von Nöten, wenn denn in 7 min akkurat behandelt werden soll 😂

    2. @@apdeleis Wenn man als Patient, der sich über die ihn betreffenden Gesundheitsthemen informiert, wenigstens Ernst genommen werden würde, wäre viel geholfen. Ich bin es Leid. Als Jugendlicher (jetzt bin ich fast 50) ging es mir psychisch schlecht. Ich bin zu einem Psychiater. Statt mir zu helfen, wurde ich nach Hause geschickt. Man wisse nicht so recht. Ich hätte wohl nichts. Ich war minderjährig. Und jetzt weiß ich: schwer misshandelt. Ich wäre wirklich froh, wenn man damals nachgehakt hätte. In der Gegenwart werde ich auch nicht Ernst genommen. Ich klage seit Jahren über Beschwerden. Es geht einfach nicht voran. Es wird mir wiederholt mein Leiden abgesprochen – von unterschiedlichen Ärzten. Ja klar, Lähmungen in den Muskeln und Schmerzen dort lassen sich durch Autismus und Migräne erklären. Flecken im MRT kommen und gehen (gemeint sind Flecken durch entzündliche Reaktionen im Hirn). Körperlich rein gar nichts vorhanden. Ja, ist klar. Respekt geht anders.

    3. ​@@misssunshine2513 hahahaha nachdem ich u.a. EDS/vEDS habe, ist dein Kommentar nicht nur falsch, sondern grenzt förmlich an ein Hassverbrechen 😊

      Faktisch gibt es wohl kaum ein Krankheitsbild, dass mehr medizinisches Gaslighting erfährt. Vorallem in Relation zu den umfangreichen physischen Symptomen & massiven Ausfällen ist es nicht zu rechtfertigen, wie mit uns umgegangen wird.

      Ich meine, ich wäre ja schon froh, nicht jedem Arzt seinen Job erklären zu müssen….oder dass man sich nicht in der Notaufnahme oder im RTW den Mund fusseilig reden muss, um nicht leichtfertig noch weiter eingeschränkt oder direkt getötet zu werden.

      Letztlich sagt mir sogar das Versorgungsamt: “ EDS kennen wir nicht, also haben sie auch nichts!“, obwohl ich ein genetisches Gutachten habe, dass schwarz auf weiß beweist, dass ich eine lebensverkürzende, ungemein schmerzhafte gehbehindernde Multisystemkrankheiten habe.

    1. auch noch in 2025. Es ist unfassbar. es gibt zig Berichte mit Fakten, begleitete Schwerstbetroffene, aber Ärzte WEIGERN sich, sich zu informieren. Ich nehm es keinem Arzt übel, das nicht zu wissen, aber wenn man ihn drauf aufmerksam macht, muß der in etwa so reagieren: „Da ist noch zu wenig bekannt, aber interessant, was Ihre Recherchen ergeben haben. Das interessiert mich sehr. Ich werde mich einlesen/selber recherchieren/Kollegen kontaktieren und melde mich wieder, damit wir eine Basis für eine Diagnosestellung haben“.
      Das schlimme bei ME/CFS ist ja auch, daß ein Betroffener keine Kraft hat, zum Arzt zu gehen, geschweige denn, so einen „Kampf“ zu führen. Wenn nicht ein Angehöriger übernimmt, hat man keine Chance.

    2. ​@homoexstinctio weil ME/CFS eigentlich ein Überbegriff ist & COVID induzierte relativ gute Genesungsprognosen haben, vorallem in Relation zu änderen Betroffenen, auch wenn sie sich das nur in den seltensten Fällen eingestehen wollen.

      Gibt unterschiedliche Auslöser für ME/CFS & unterschiedlichen Verkaufsformen.
      Letzteres wird jedoch hauptsächlich von Patienten negativ durch eine omniprästente Schonhaltung beeinflusst, als dass an der eigenen Genesung geplant & gearbeitet wird.

      Ist aber auch verständlich, fühlt sich ja immerhin alles bescheiden an & ohne Plan da raus bleibt das häufig auch so

  2. Ich habe seit Jahren Schmerzen im ganzen Körper und bin absolut nicht Leistungsfähig oder belastbar. Ich bekomme ums verrecken keine Chance zu einem Rheumatologen zu gehen. Auch plagen mich unwahrscheinlich häufige und starke Kopfschmerzen. 1 MRT wurde gemacht und der Neurologe behandelt mich seit 10 monaten maximal mit Medikamenten. Nicht 1 andere Untersuchung ist gelaufen.
    Zum anderen hatte ich viele Jahre immer wieder starke Magenprobleme. Das einzige was gemacht wurde, waren Magenspiegelungen und abgestempelt mit chronischer Magenschleimhautentzündung. Vor 2 Jahren kam ich als Notfall in die Klinik mit einer Galle die fast geplatzt ist. 83 Steine waren drin!!! Seitdem die Galle raus ist, habe ich Ruhe. Die Gallenblase wurde nie geschallt.
    Das passiert, wenn diagnostisch eine Depression steht, da schaut keiner mehr.

    1. Das erlebe ich seit Jahrzehnten. Meine psychischen Erkrankungen haben Diagnostik für somatische Erkrankungen immer wieder verzögert oder gar verhindert. Mittlerweile gebe ich immer mehr auf und arrangiere mich mit vielem.

  3. @misssunshine2513

    Oh, da hab ich einige Geschichten zu erzählen… Zum Beispiel dass ich vor der OP der Narkoseärztin im Aufklärungsgespräch mitgeteilt habe und auch schriftlich notiert habe, dass ich ein bestimmtes Narkosemittel nicht Vertrage und unfassbare Schmerzen bekomme und deswegen das bitte nicht genutzt wird und im OP wurde es genutzt und danach wollten sie mir den OP Bericht und Narkose protokoll, dass ich anschließend angefordert habe, bis jetzt nicht rausrücken…
    Der nächste Arzt wollte trotz Übelkeit und Bauchweh kein Blutbild machen, weil vorm halben Jahr schon gemacht. Letztendlich war die Leber vergrößert die Leberwerte schlecht und mehrere Magengeschwüre und Zwölffingerdarmgeschwür. Dann hatte ich Probleme mit starken Schmerzen und brennende Haut etc. rauskam Borreliose, akut, aber ein Teil der Ärzte in der Praxis wollten nicht behandeln , weil das wäre ja so gar nicht erwiesen, ob das so passt. Zum Glück habe ich einen Arzt gefunden, der dann Infusionen gegeben hat, so dass es mir dann nach 14 Tagen endlich wieder sehr viel besser ging. Dann sollte ich zum Rheumatologen zur Abklärung, aber von zehn Rheumatologen haben acht gar nicht erst geantwortet und zwei gesagt, sie nehmen niemanden auf es sei denn der Arzt ruft persönlich an und bewirbt den Patienten dort. Und dann sollte ich froh sein, wenn ich innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Termin bekäme. .. Und so lässt sich die Liste immer weiter fortsetzen… da waren also einige schräge Stories in den letzten drei Jahren dabei.

    1. @DerGartenUndIch

      Du kannst über deine KV die kostenlose Patientenquittung dir schicken lassen. Wenn du Glück hast steht dort etwas verwertbares für dich wegen dem Narkosemittel. Ist ja krass 😢😮😢😢

  4. @misssunshine2513

    *Medical Gaslighting: Eine Übersetzung*

    „Medical Gaslighting“ ist ein Begriff, der sich auf die Manipulation oder Verzerrung von medizinischen Informationen oder Diagnosen durch medizinisches Personal bezieht, um die Patienten zu verwirren, zu manipulieren oder zu kontrollieren.

    Eine mögliche Übersetzung für „Medical Gaslighting“ ins Deutsche könnte sein:

    – *Medizinisches Gaslighting*: Diese Übersetzung behält den ursprünglichen Begriff bei und macht deutlich, dass es sich um eine spezifische Form von Gaslighting im medizinischen Kontext handelt.
    – *Medizinische Manipulation*: Diese Übersetzung betont die manipulative Komponente des Begriffs und macht deutlich, dass es sich um eine Form von Einflussnahme auf die Patienten handelt.
    – *Medizinische Fehlinformation*: Diese Übersetzung betont die Komponente der Fehlinformation oder Verzerrung von Informationen im medizinischen Kontext.

    Es ist wichtig zu beachten, dass der Begriff „Gaslighting“ ursprünglich aus dem Theaterstück „Gaslight“ von Patrick Hamilton stammt und sich auf die Manipulation von Personen durch die Verzerrung ihrer Wahrnehmung bezieht. Im medizinischen Kontext kann dieser Begriff verwendet werden, um die Machtungleichheit zwischen medizinischem Personal und Patienten zu beschreiben und die Notwendigkeit von transparenter und respektvoller Kommunikation zu betonen.

  5. @ladyhesketh-fortescue2279

    Die Frage ist nicht, ob ich zu einer Ärztin oder zu einem Arzt gehen möchte. Die Frage, ob ich überhaupt irgendwo einen Termin bekomme….

  6. Ich habe auch so einiges hinter mir…. meine Beschwerden wurden auch als „psychosomatisch“ deklariert. Irgendwann habe ich dann die Diagnose Hashimoto und Lipödem Stadium 2 erhalten. Ich weiß gar nicht mehr bei wie vielen Ärzten ich war. Es war oft so demütigend.
    Inzwischen gehe ich nur noch zum Arzt wenn es unbedingt notwendig ist…. habe keine Lust mehr auf diese häufig herablassende Behandlung.

  7. Ich könnte ein Buch schreiben über den Bullshit, den ich mir schon anhören musste. Ein Beispiel : Bandscheibenvorfall- von das sind nur Panikattacken bis einfach jeden Tag Alkohol trinken gegen die Schmerzen!, war da alles dabei.

  8. Ich hatte von jetzt auf gleich bei der Arbeit massiven Schwindel mit Übelkeit. Bin dann zum Hausarzt, der meinte, dass ich dehydriert sei. Mir ging es wirklich schlecht, trotz 2-3 Liter Wasser am Tag, aber er blieb dabei. Nach einer Woche tippte er auf eine Nasennebenhöhlenentzündung, woraufhin ich zum HNO ging, der schließlich einen Hörsturz diagnostizierte.

  9. @gabynestel1654

    Ich werde nie die Ärztin vergessen, die mir die Diagnose nicht erklären wollte mit der Begründung, ich würde das eh nicht verstehen. Auf meinen Einwand hin, dass ich das sehr wohl verstehen würde, da ich während des Studiums ein paar Semester Anatomie und Physiologie der Haustiere gemacht hätte, hat sie erst recht zu gemacht. 😅 zum Glück war es nichts schlimmes

  10. @DerGartenUndIch

    Eine Freundin erlag mit 50 und 2 Kindern mit 10 und 12 an einem Herzinfarkt. Sie war 2 Tage lang mehrfach beim Arzt und hat 2x den Notarzt rufen müssen….es hieß, naja, vielleicht Verstopfungen.,…. Schlussendlich wurde sie jedes Mal nach Hause geschickt. Es ging ihr so extrem schlecht, aber „das wird schon wieder“ meinten die Ärzte…. tja. Wurde es nicht. 😢

  11. @ClaudiaZipfler

    Hallo,
    also ich vermeide es, zum Arzt zu gehen, außer ich brauche eine Krankschreibung. Habe seit meiner Jugend Probleme mit dem Bauch (oft Übelkeit, Krämpfe, starke Blähungen) und, laut meiner Meinung, mit den Hormonen, da ich oft müde (Zeitlang habe ich mich von Stuhl zu Stuhl zu Hause geschleppt) und an machen Tagen depressiv bin. Seit über 5 Jahrzehnten höre ich, dass ich zuerst zu jung war, dann mit drei Kindern zu viel Stress hatte, und nun im Alter alt bin…
    Ich habe auch keine Lust auf irgendwelche Kommunikation.. Warum? Ich werde eh nicht ernst genommen, da die Symptome, Gott sei Dank, in Wellen kommen und gehen.
    Außerdem hasse ich es, stundenlang beim Arzt/Ärztin zu sitzen um keine Diagnose zu erhalten. Dann also lieber gar kein Arzt und mich herum quälen…
    Also Ergebnis der Götter in Weiß für mich ist Resignation..

  12. sagt bei Arzt einfach, ich glaube die Symptome habe ich seit der Corona -Impfung … dann geht das gaslighting schon los 😀 …

  13. Medical Gaslighting ist gefühlt nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Gerade bei Gynäkologen*innen.
    Beispiel: Ich habe Beschwerden mit extrem starker Mastopathie. Arzt sagt, ich soll halt zum Psychologen gehen, wenn ich mit meinen Frauenbeschwerden nicht klar komme. Die nächste Ärztin meint, ich wäre selber daran Schuld, weil ich meiner biologischen Bestimmung nicht nachgekommen bin. Ich hätte einfach seit ich 20 bin alle paar Jahre ein Kind bekommen müssen, dann gäbe es kein Problem. (Das ist by the way medizinischer Unfug) Oder ein Arzt, der mir erst mal 30 Minuten einen Vortrag hält, dass er gegen Sterilisation ist und Frauen das ausredet, weil die gar nicht über ihren Körper bestimmen könnten. Er meinte dann (bevor ich die Praxis verlassen habe) noch, dass ich mein kinderfreies Leben auf jeden Fall bereuen werde (ich bin jetzt 40, aber naja). Spätestens dann, wenn mein Mann tot ist. Und da fragt man sich schon, was in solchen Köpfen vorgeht. Das ist respektlos, übergriffig und alles überhaupt nicht hilfreich.
    Ich könnte mit solchen Geschichten ewig weitermachen. Nur aus der Gynäkologie.
    Aber auch als ich nach Corona nicht mehr gesund wurde und es mir immer schlechter und schlechter ging und ich anfing ganze Tage zu vergessen, saß ich beim Arzt mit der Angst, dement zu werden. Seine Antwort: Ich hätte nur eine Depression, er schreibt mich mal 2 Wochen krank. Und dass ich sogar ganze Tage vergesse, wäre ja ganz normal. Ich würde jetzt alt werden. Nochmal: Ich bin 40. Und meine Angst vor Demenz hat mir die Antwort jetzt auch nicht genommen. Inzwischen bin ich diagnostiziert, aber das war ein Kampf.
    Was resultiert aus solchen Erlebnissen? Die Abstände zwischen Arztbesuchen werden länger und länger. Man versucht es auszuhalten, selber zu therapieren oder es treibt Menschen zu irgendwelchen Schwurblern, die ihnen nutzlosen und überteuerten Mist andrehen. Natürlich werden so Diagnosen noch später gestellt und notwendige Behandlungen oft viel zu spät begonnen, wenn überhaupt. Ich halte nichts von Homöopathen, aber ich verstehe, warum Menschen da hingehen. Ihnen wird zugehört, sie werden erst genommen und fühlen sich gesehen.

    Ich könnte ein Buch füllen, hätte ich jede solcher Begegnungen aufgeschrieben. Gute ärztliche Begleitungen kann ich dagegen an einer Hand abzählen. Und das ist traurig.

  14. Ja, bei mir endete das Gaslithing in einer Augenvenenthrombose. Ich sagte es geht mir nicht gut und sie gab mir einen Pinkelbecher. Sie hat nicht mal Blutdruck gemessen. Ich sähe doch so gut aus. Im Krankenhaus hatte ich dann 220/175. Jetzt habe ich schwere Sehstörungen links und werde nie wieder ganz gesund. Zum em immer das Schlaganfallrisiko und permanente Medikation.

  15. Liebe @ardgesund, mir fehlte im Video 1-3 konkrete direkte Hinweise an Ärzt:innen wie sie selbst das Thema in der eigenen Praxis verbessern können. Danke und liebe Grüße

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