24 Kommentare zu „Hormontherapie in den Wechseljahren: Nutzen und Risiken I ARD Gesund“

  1. Ein toller Kurzfilm, danke schön 💝 die Frauen* haben mir etwas mehr Hoffnung gemacht. Ich bin jetzt 47 und ja, keine Ahnung, ob das hormonell bedingt ist oder anderweitig, aber ich habe Anzeichen für Schwankungen. Ich hoffe inständig, endlich(!) eine Praxis zu finden, wo ich ernst genommen und gut beraten werde!
    War wegen schlechter Erfahrungen, außer zu meiner Uterusentfernung, gut 6 Jahre nicht in einer Gynpraxis 😥 ich hab einfach Angst…..

  2. Studie hin oder her. Wo sind die Daten aus Deutschland.. Wieviele Frauen wurden in den letzten 10 Jahren mit Hormonen behandelt und wieviele davon sind an Brustkrebs erkrankt? Das waere der erste Hinweis aber noch kein Beweis. Die Zahlen wuerden mich interessieren

    1. KI sagt, etwa 75.000 Frauen erkranken an Brustkrebs jedes Jahr. Davon sind 5 von 6 Frauen über 50. In einer Studie gaben 45% der Frauen in der Peri- und Postmenopause an, MHT (Hormontherapie) in der Vergangenheit oder aktuell angewendet zu haben, also ziemlich verbreitet. Über 11 Mio Frauen gehören der Altersgruppe 40-59 Jahre

    2. „In Deutschland erkranken jährlich etwa 13,9 % der Frauen im Alter von 50 Jahren und älter an Brustkrebs, wobei die altersabhängige Erkrankungsrate mit steigendem Alter zunimmt und der Großteil der diagnoses erhaltenen Fälle über 50 Jahre alt ist. Konkret ist bei Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren mit 12,1 % der häufigste Anteil an den Neuerkrankungen zu verzeichnen“

    3. „Rund zwei Drittel der Brustkrebsfälle sind hormonrezeptorpositiv, was bedeutet, dass weibliche Hormone das Wachstum der Krebszellen fördern können. .. Tumorzellen mit Hormonrezeptoren nutzen Hormone, um ihr Wachstum anzukurbeln. „

    4. Ein weiteres Risiko ist die Strahlung bei bspw Mammographie.. Auch wenn das eher positiv dargestellt wird. „… Nach 10 Jahren mit jährlichen Untersuchungen kann bis zu 60% der Frauen ein falsch-positives Ergebnis erhalten, bei dem eine Biopsie empfohlen wird, die sich später als nicht notwendig erweist“

    5. Wenn sich das Risiko im Laufe eines Lebens erhöht, bzw. hormonrezeptorpositiver Brustkrebs häufiger auftritt wenn die letzte Menstruation sehr spät ist,also die Frau lange unter schwankendem Zyklus steht…warum sollte ich dann Hormone in späteren Alter zuführen….Das erhöht doch dann zusätzlich das Risiko ? Darum, denke ich, bekommen Frauen nach Mammakarzinom keine HET. Logisch, oder …..war selbst erkrankt ..Sportlerin, Normalgewicht, kein Alkohol , keine Zigaretten, grosses Ernährungswissen, insgesamt 2 Jahre gestillt….allerdings erste Blutung mit 11….und nein,Tamoxifen war kein Spaß. Mit den Erfahrungen und dem Wissen von heute würde ich niemals Hormone, egal im welcher Form nehmen wollen.Und was ist mit den ganzen hormonellen Verhütungsmittel, die Frau ganz selbstverständlich in den fruchtbaren Jahren genommen hat ? Die Hormonspirale z B…hat das keinen Einfluss ? Mich stört einfach nur die Selbstverständlichkeit, mit der Frauen das als Heilsbringer nahegebracht wird…..und nein, ich bin nicht neidisch,weil ich das nicht nehmen kann 😅😅😅

  3. Habe schon schlechtere Beiträge gesehen… In der erwähnten 2002 WHI Studie hatte man tatsächlich den eher kränklichen (viele adipös, viele Raucherinnen,…), im Durchschnitt bereits 63 statt um die 50 ezc etc) Frauen starke Pferdeurinhormone und künstliche Gestagene („Zombie-Hormonderivate“) gegeben. Der RELATIVE Brustkrebs Anstieg war rund 25% aber statistisch gesehen trotzdem nicht relevant. WIE ist das möglich? Wenn ohne Hormone 1 von 100 Frauen an Brustkrebs erkrankt und mit Hormonen 2 dann ist das ein relativer Anstieg von 100%. Der Anstieg in absoluten Zahlen war 30 von 1000 Frauen ohne Hormone und 38 von 1000 Frauen mit den synthetischen Gestagenen. Es gab aber auch einen Arm der Studie mit Frauen die keine Gebärmutter mehr hatten und deswegen nur Östrogen bekamen. Es wird IMMER unterschlagen, dass diese Gruppe einen relativen Rückgang ihres Brustkrebs Risikos hatte von ebenfalls knapp 25%. Nachzulesen in den korrigierten Neuauflagen der besagten WHI Studie 2016 umd 2019 aus denen dann auch die vielen Älteren, Raucherinnen und sehr dicken Frauen herausgerechnet wurden – keiner spricht darüber! Folgestudien zeigen die höhere Lebenserwartung von Frauen, die Hormone nehmen (nachzulesen in dem fantastischen, aber für Laien geschriebenen Buch des Brustkrebs Spezialisten Dr Avrum Bluming („Östrogen!“). Er hat keinerlei kommerzielle Interessen sondern seine eigene Frau und Tochter waren an Brustkrebs erkrankt und es ging ihnen durch die Chemo und Aromataseinhibitoren verstärkte Menopause schlecht.
    Bioidentische Hormone haben noch ein sehr viel günstigeres Risikoprofil (keinerlei erhöhtes Schlaganfall- oder Herzinfarkt Risiko weil kein First-Pass-Effekt über die Leber entsteht). Das Buch von Dr Sheila de Liz („Woman on fire“) ist als Einstieg gut geeignet. Verdienen tut die Pharmaindustrie übrigens nicht gut mit den Bioidentischen (sind ziemlich billig und es findet sich ausser BESINS HEALTHCARE in Frankreich auch kaum ein Hersteller, der die Mühen bei geringer Gewinnspanne auf sich nehmen mag). An den Anti-Depressiva, Schlafmitteln, Statinen und Betablockern die man den Frauen hingegen wie Bonbons hinterherschmeisst, verdient BIG PHARMA vielleicht aber einfach auch zu gut. 🤷🏻‍♀️ Ich kann nur sagen: Frauen informiert euch, aber leider nicht bei unseren Frauenärzten (die haben nämlich in der Ausbildung fast nichts über Hormone und Wechseljahre gelernt und viele wissen noch nicht mal dass ein winziger Unterschied in der chemischen Molekülstruktur einen RIESENunterschied in der Wirkung hat: Wasser unterscheidet sich von Wasserstoffperoxid auch nur durch eine einzige Bindung und das macht einen Unterschied wenn man das trinken will). 🤷🏻‍♀️
    Wer gut Englisch spricht, dem empfehle ich Bücher und Podcasts von Dr Louise Newson, Dr. Kelly Casperson, Dr Mary Claire Haver oder Dr Rachel Rubin. Für Brustkrebspatientinnen wäre Dr Corinne Menn die beste Adresse – sie ist eine Brustkrebs Langzeitüberlebende mit exzellentem Fachwissen auf höchstem wissenschaftlichem Niveau.Warum kommen solche Spezialisten in solchen Beiträgen nicht endlich mal zu Wort???

  4. Endlich mal ein Bericht, in dem kurz und knapp über bioidentische Hormone informiert wird, ohne Ängste zu schüren. Wer noch mehr zu diesem Thema wissen möchte, dem empfehle ich den Podcast „Hormongesteuert“. Ich hatte starke Beschwerden, die durch die HRT fast komplett verschwunden sind. Außerdem scheinen bioidentische Hormone einen präventiven Zusatznutzen bezüglich Osteoporose, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vermutlich auch Demenz zu haben. Letztlich muss jede Frau selbst entscheiden, wie sie durch die Wechseljahre gehen möchte.

  5. Wenn ich höre dass man Hormone nimmt nur wegen hitzewallungen hört sich das für mich wie pipi Beschwerden an. Damit würde ich ja voll klar kommen aber ich bin mit 40 extrem in die perimenopause gekommen und hatte 2 extreme symptome : Reizdarm sodass ich mich nicht mehr traue das haus zu verlassen und Haarausfall in grausamen Mengen. Daher hab ich mich nach 8 monaten des leidens für die HET entschieden , heute ist der 3. Tag , all meine Hoffnungen hängen daran.

    1. Wenn man nicht mehr schlafen kann , weil man nachts Hitzewallungen hat, ist das längerfristig auch sehr zerstörerisch!
      Aber von Herzen alles Gute für Sie!🍀

    2. Mir hat die moderne Hormonersatztherapie sehr geholfen: ich hatte z.B. starke Muskeö- und v.a. auch Gelenkschmerzen. Auch die schmerzhafte Frozen Shoulder war nach wenigen Wochen abgeheilt! Allerdings mussten die Dosierungen immer wieder angepasst werden wegen der starken hormonschwankungen der Perimenopause…. Man muss eigentlich leider selbst zur Expertin werden 🤷🏻‍♀️

    3. ​@@nicolemerz1731Sie haben mir eine tolle Info gegeben mit der Schulter. Ich habe nämlich eine kalkschulter die aber in letzter Zeit immer öfter sich entzündet sodass ich den Arm nicht heben kann. Also hat das auch was damit zu tun! Na dann hab ich Hoffnung dass sich die Schulter auch bessert ( hab erst angefangen mit der HET nehme erst mal Progesteron, später wird noch Östrogen verschrieben werden). Ich finde mit 40 bin ich zu jung für ne Hormonersatztherapie, aber die Symptome sind bei mir so unerträglich( reizdarm!!haarausfall) dass ich keine andere Wahl habe. Ich danke Ihnen für die Infos ! Alles Gute !

    1. Ich habe mich für eine HRT entschieden, weil ich, trotz eines gesunden Lebensstils, starke Beschwerden hatte. Mir geht es jetzt deutlich besser. Bioidentische Hormone sind kein Wundermittel, aber sie können dazu beitragen, dass sich Frauen nicht durch die Wechseljahre quälen müssen. Die Symptome und Folgen des Hormonmangels sind vielfältig, deshalb sollten wir Frauen uns gut informieren und dann entscheiden, wie wir durch diese Zeit gehen wollen. Die Kosten für die Therapie mit bioidentischen Hormonen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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