Kino und Theater gehen , nicht mehr. Viele Menschen meide ich auch. Nicht so nah beieinander sitzen und stehen. Gästeeinladung in meiner Wohnung sind mir auch unangenehm und lösen das aus. Verhaltenstherapie habe ich noch nicht versucht…
Bin nicht selbst betroffen. Vor Jahren hätte ich bei einer Geburtstagsfeier, bei der immer die Gäste am Esstisch sitzen zu Schwägerin gesagt, die sich auf unser Sofa gesetzt hat, sie soll sich wieder an den Esstisch setzen.
Sofa ist ein persönlicher Rückzugsort.
Und seit 1 Jahr nach Corona feiern wir Geburtstag nur noch zu zweit.
Ich bin approbierte Psychologische Psychotherapeutin, Fachkundenachweis Verhaltenstherapie. Ca. 80 % der Patienten, die mit Panikattacken in meiner Praxis seit 2010 aufgetaucht sind haben ein bis dahin unentdecktes Hashimoto-Syndrom, welches sich häufig in „normalen“ Schilddrüsenwerten nicht abbildet.
Die meisten anderen haben fast alle ein Trauma erlebt, dass nicht als solches „interpretiert“ worden ist – Unfälle, …
Auch eine ausgeprägte Dysautonomie (Entgleisung des autonomen Nervensystems) aufgrund neurologischer Erkrankungen, z.B. Neurosjögren oder ME/CFS kamen vor. Weitere Beispiele sind POTS oder ein seltenes Con-Syndrom.
Nur in extrem seltenen Fällen habe ich eine „reine“ Panikstörung ohne andere Ursache erlebt.
Ich bitte KollegInnen und PatientInnen dies zu beachten, auch wenn es sich nur um eine persönliche Erfahrung meinerseits handelt.
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Endlich mal jemand der es ausspricht. Bei den meisten Ärzten wird bei unzpezifischen Symptomen, wo durchaus eine ernste Erkrankung hinter stecken kann , alles auf die Psyche geschoben.
Bei mir kam es dazu, dass ich Angst vor meinen Ängsten hatte. Durch alles mögliches vermeiden bin ich 10 Jahre nicht aus der Wohnung raus gegangen, nicht mal vor die Haustüre.
Verhaltenstherapie hat mir sehr sehr geholfen, würde es jedem empfehlen 😊
hatee ähnliches nach einem unfall im strassenverkehrm, auch 10 jahre lang alles mögliche vermieden, dabei wars so einfach, einfach aushalten und durch, immer wieder.
@JohnSmith-pn2vlbei mir war eigwntlich nichts spezielles, kam auf einmal.
Einfach ist es ja, aber es so zu nehmen oder zu verstehen ist sau schwer.
Hoffe dir geht’s gut?
Ich hatte nach einer überstandenen Covid-Infektion eine Serie von Panikattacken über ca. 3 Monate. Bin zum Ende nachts mit Panik aufgewacht und habe mich kaum noch getraut zu schlafen. Die Attacken endeten kaum noch und zogen sich teils über 1,5 Stunden mit 150 Puls und Wasserfällen an Tränen, Taubheitsgefühlen und Todesangst. Ich habe die Panik mit Psychotherapie in den Griff bekommen. Ursache war u.a. wohl eine Nahrungsunverträglichkeit mit erhöhter Gasbildung im Verdauungstrakt, wodurch Druck auf das Zwerchfell ausgeübt wurde. Dadurch hatte ich das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können und habe durch den Druck meinen Herzschlag sehr bedrohlich wahrgenommen. Das war die furchtbarste Zeit in meinem Leben!
Ich habe sehr frisch seit paar Monaten eine Angststörung entwickelt. Im Jahr davor hatte ich extremen Eisenmangel sodass ich nicht gut stehen noch gehen konnte über Monate. Dazu Sauerstoffmangelattacken die sich lebensbedrohlich angefühlt haben.
Nach Infusionen wurde es besser bis ich letztes Jahr nach einen kleinen Angstmoment hatte wo ich das Gefühl hatte mein Gehirn wird durchgeschüttelt. Danach find das an mit Angst wenn ich länge Wege zurück legen muss oder stehen muss. Menschenmengen und grelles Licht sind besonders schlimm. Ich weiß nicht was ich tun soll. Versuche jetzt einen Termin für eine Verhaltenstherapie zu kriegen 😔 Glaube mein Nervensystem ist halt komplett überlastet und muss sich wieder einpendeln…
generell gesünder leben, hier auf dem kanal gibts eig alles an info, schlaf, ernährung etc, und natürluich prof hilfe, ziehe das nicht in die länge wie die meisten und leide dann jahrzehnte, gehs gleich an, man kann es echt loswerden indem man es konfrontiert
das kann man tatsächlich überwinden und loswerden indem mans einfach aushaltet und durchlebt, man muss der Angst ins Auge blicken und aushalten und warten, klingt plump aber das ist der weg. alles gute
Panikattacken sind so unterschiedlich, auch auf den Grund bezogen. Ich hab seit zehn Jahren damit zu kämpfen. War auch medikamentös gut eingestellt und hatte dann nach Absprache nach und nach abgesetzt. Durch Corona letztes Jahr kam es wieder. Sehr stark. Habe dann die Tabletten wieder angefangen und nach und nach wird es besser. Ich arbeite natürlich weiter dran, nur manchmal sind die Tabletten, obwohl kein Freund davon, lebensnotwendig. LG
Panikattacken werden erst schlimm wenn es in Kombination mit einer Persönlichkeits Störung auftritt,wie bei meiner Tochter. Heilung gibt es leider keine😥..zumindest sagt das die Ärztin..
Ich würde zu eine anderen Ärztin, Arzt gehen, in einem Kommentar weiter unten erklärt eine Psychotherapeutin dass sehr viel in Körper solche Panikattacken auslösen können und diese berücksichtigen viele Ärzte nicht, Problemen mit der Schilddrüse, in Nervensystem, Neurologischen, vielleicht die Hormonen während der Pubertät
Ich leide schon länger an Panikattacken. Bei mir gab es Phasen, in denen es richtig schlimm war, und dann wieder Zeiten, in denen fast gar nichts war. Ich mache eine Verhaltenstherapie, und am Anfang wusste ich nicht einmal, dass das überhaupt Panikattacken sind. Diese Zeit war die schlimmste für mich. Durch die Therapie lernt man, besser damit umzugehen.
Leider ist dann noch etwas anderes dazugekommen. Ich habe früher viel Kraftsport gemacht und bin nach einem Training zur Massage gegangen, weil ich mir etwas Gutes tun wollte. Danach habe ich aber den größten Albtraum meines Lebens erlebt. Ich bin mitten in der Nacht mit extrem hohem Puls und Blutdruck aufgewacht und konnte das nicht mehr runterbekommen. Also ab ins Krankenhaus.
Dort wurde mir gesagt, es sei eine Panikattacke. Aber ich wusste, wie sich meine Panikattacken anfühlen, und das war anders. Trotzdem bekam ich ein Notfallmedikament gegen den Blutdruck und Tavor. Zuhause bin ich kurz eingeschlafen, aber nach dem Aufwachen ging alles wieder los: hoher Puls, hoher Blutdruck, an Schlaf war nicht mehr zu denken.
Danach folgte eine Odyssee an Arztbesuchen – bis heute ohne konkreten Befund. Ich habe nur Blutdrucktabletten bekommen. Seitdem geht es mir sehr schlecht. Ich kann keinen Sport mehr machen, weil mein Herz danach extrem stark schlägt und nicht von allein runterkommt. Zum Einschlafen muss ich oft Pipamperon nehmen.
Das ist die Hölle. Niemand kann oder will mir wirklich helfen. Es wird immer alles auf psychosomatisch und meine Angststörung geschoben. Aber ich weiß, dass da noch etwas anderes ist.
Danke!🌺
Und plötzlich wird die Angst ganz groß😟 – Habt ihr auch mit Panikattacken zu kämpfen? Was hilft euch in solchen Momenten?
Kino und Theater gehen , nicht mehr. Viele Menschen meide ich auch. Nicht so nah beieinander sitzen und stehen. Gästeeinladung in meiner Wohnung sind mir auch unangenehm und lösen das aus. Verhaltenstherapie habe ich noch nicht versucht…
Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Noch mehr Tipps und Hinweise, was bei Angst- und Panikattacken helfen kann, haben wir hier gesammelt: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Panikattacken-Symptome-Diagnose-und-Therapie,panik112.html
Bin nicht selbst betroffen. Vor Jahren hätte ich bei einer Geburtstagsfeier, bei der immer die Gäste am Esstisch sitzen zu Schwägerin gesagt, die sich auf unser Sofa gesetzt hat, sie soll sich wieder an den Esstisch setzen.
Sofa ist ein persönlicher Rückzugsort.
Und seit 1 Jahr nach Corona feiern wir Geburtstag nur noch zu zweit.
Ich bin approbierte Psychologische Psychotherapeutin, Fachkundenachweis Verhaltenstherapie. Ca. 80 % der Patienten, die mit Panikattacken in meiner Praxis seit 2010 aufgetaucht sind haben ein bis dahin unentdecktes Hashimoto-Syndrom, welches sich häufig in „normalen“ Schilddrüsenwerten nicht abbildet.
Die meisten anderen haben fast alle ein Trauma erlebt, dass nicht als solches „interpretiert“ worden ist – Unfälle, …
Auch eine ausgeprägte Dysautonomie (Entgleisung des autonomen Nervensystems) aufgrund neurologischer Erkrankungen, z.B. Neurosjögren oder ME/CFS kamen vor. Weitere Beispiele sind POTS oder ein seltenes Con-Syndrom.
Nur in extrem seltenen Fällen habe ich eine „reine“ Panikstörung ohne andere Ursache erlebt.
Ich bitte KollegInnen und PatientInnen dies zu beachten, auch wenn es sich nur um eine persönliche Erfahrung meinerseits handelt.
Vielen Dank für ihren hilfreichen Kommentar! ❤
Und wenn man mit einem Narzissten verheiratet ist…
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Endlich mal jemand der es ausspricht. Bei den meisten Ärzten wird bei unzpezifischen Symptomen, wo durchaus eine ernste Erkrankung hinter stecken kann , alles auf die Psyche geschoben.
@corinnamoerschel5731Ja, ich weiss!
Medical gaslighting ist an der Tagesordnung, insbesondere gegenüber Frauen.
So eine Therapeutin brauche ich.Würde gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen,wenn es möglich ist.
Bei mir kam es dazu, dass ich Angst vor meinen Ängsten hatte. Durch alles mögliches vermeiden bin ich 10 Jahre nicht aus der Wohnung raus gegangen, nicht mal vor die Haustüre.
Verhaltenstherapie hat mir sehr sehr geholfen, würde es jedem empfehlen 😊
hatee ähnliches nach einem unfall im strassenverkehrm, auch 10 jahre lang alles mögliche vermieden, dabei wars so einfach, einfach aushalten und durch, immer wieder.
Eine Angst bleibt meist nicht alleine wenn sie unbehandelt bleibt.
@JohnSmith-pn2vlbei mir war eigwntlich nichts spezielles, kam auf einmal.
Einfach ist es ja, aber es so zu nehmen oder zu verstehen ist sau schwer.
Hoffe dir geht’s gut?
5:38 die Sinnesorgane benutzen und atmen hilft mir immernoch.
Wünsche jedem viel Kraft 💪
Ich hatte nach einer überstandenen Covid-Infektion eine Serie von Panikattacken über ca. 3 Monate. Bin zum Ende nachts mit Panik aufgewacht und habe mich kaum noch getraut zu schlafen. Die Attacken endeten kaum noch und zogen sich teils über 1,5 Stunden mit 150 Puls und Wasserfällen an Tränen, Taubheitsgefühlen und Todesangst. Ich habe die Panik mit Psychotherapie in den Griff bekommen. Ursache war u.a. wohl eine Nahrungsunverträglichkeit mit erhöhter Gasbildung im Verdauungstrakt, wodurch Druck auf das Zwerchfell ausgeübt wurde. Dadurch hatte ich das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können und habe durch den Druck meinen Herzschlag sehr bedrohlich wahrgenommen. Das war die furchtbarste Zeit in meinem Leben!
❤❤❤ Tut mir sehr leid für Sie 😢 Alles Gute für die Zukunft 🍀😊
@ardgesund Bitte berichtet auch über den Zusammenhang von Stress und Depersonalisierung. Auch im Kontext von Panik
Ich habe sehr frisch seit paar Monaten eine Angststörung entwickelt. Im Jahr davor hatte ich extremen Eisenmangel sodass ich nicht gut stehen noch gehen konnte über Monate. Dazu Sauerstoffmangelattacken die sich lebensbedrohlich angefühlt haben.
Nach Infusionen wurde es besser bis ich letztes Jahr nach einen kleinen Angstmoment hatte wo ich das Gefühl hatte mein Gehirn wird durchgeschüttelt. Danach find das an mit Angst wenn ich länge Wege zurück legen muss oder stehen muss. Menschenmengen und grelles Licht sind besonders schlimm. Ich weiß nicht was ich tun soll. Versuche jetzt einen Termin für eine Verhaltenstherapie zu kriegen 😔 Glaube mein Nervensystem ist halt komplett überlastet und muss sich wieder einpendeln…
generell gesünder leben, hier auf dem kanal gibts eig alles an info, schlaf, ernährung etc, und natürluich prof hilfe, ziehe das nicht in die länge wie die meisten und leide dann jahrzehnte, gehs gleich an, man kann es echt loswerden indem man es konfrontiert
alles gute
@JohnSmith-pn2vldanke dir 😊
Alles Gute wünsche ich dir 🌿
das kann man tatsächlich überwinden und loswerden indem mans einfach aushaltet und durchlebt, man muss der Angst ins Auge blicken und aushalten und warten, klingt plump aber das ist der weg. alles gute
Panikattacken sind so unterschiedlich, auch auf den Grund bezogen. Ich hab seit zehn Jahren damit zu kämpfen. War auch medikamentös gut eingestellt und hatte dann nach Absprache nach und nach abgesetzt. Durch Corona letztes Jahr kam es wieder. Sehr stark. Habe dann die Tabletten wieder angefangen und nach und nach wird es besser. Ich arbeite natürlich weiter dran, nur manchmal sind die Tabletten, obwohl kein Freund davon, lebensnotwendig. LG
Panikattacken werden erst schlimm wenn es in Kombination mit einer Persönlichkeits Störung auftritt,wie bei meiner Tochter. Heilung gibt es leider keine😥..zumindest sagt das die Ärztin..
Ich würde zu eine anderen Ärztin, Arzt gehen, in einem Kommentar weiter unten erklärt eine Psychotherapeutin dass sehr viel in Körper solche Panikattacken auslösen können und diese berücksichtigen viele Ärzte nicht, Problemen mit der Schilddrüse, in Nervensystem, Neurologischen, vielleicht die Hormonen während der Pubertät
Ich leide schon länger an Panikattacken. Bei mir gab es Phasen, in denen es richtig schlimm war, und dann wieder Zeiten, in denen fast gar nichts war. Ich mache eine Verhaltenstherapie, und am Anfang wusste ich nicht einmal, dass das überhaupt Panikattacken sind. Diese Zeit war die schlimmste für mich. Durch die Therapie lernt man, besser damit umzugehen.
Leider ist dann noch etwas anderes dazugekommen. Ich habe früher viel Kraftsport gemacht und bin nach einem Training zur Massage gegangen, weil ich mir etwas Gutes tun wollte. Danach habe ich aber den größten Albtraum meines Lebens erlebt. Ich bin mitten in der Nacht mit extrem hohem Puls und Blutdruck aufgewacht und konnte das nicht mehr runterbekommen. Also ab ins Krankenhaus.
Dort wurde mir gesagt, es sei eine Panikattacke. Aber ich wusste, wie sich meine Panikattacken anfühlen, und das war anders. Trotzdem bekam ich ein Notfallmedikament gegen den Blutdruck und Tavor. Zuhause bin ich kurz eingeschlafen, aber nach dem Aufwachen ging alles wieder los: hoher Puls, hoher Blutdruck, an Schlaf war nicht mehr zu denken.
Danach folgte eine Odyssee an Arztbesuchen – bis heute ohne konkreten Befund. Ich habe nur Blutdrucktabletten bekommen. Seitdem geht es mir sehr schlecht. Ich kann keinen Sport mehr machen, weil mein Herz danach extrem stark schlägt und nicht von allein runterkommt. Zum Einschlafen muss ich oft Pipamperon nehmen.
Das ist die Hölle. Niemand kann oder will mir wirklich helfen. Es wird immer alles auf psychosomatisch und meine Angststörung geschoben. Aber ich weiß, dass da noch etwas anderes ist.
Bin seit Jahren täglich davon betroffen, aber verschiedene Therapien haben bis heute nicht geholfen. Quäle mich nur noch durch den Alltag.
Dankeschön 🙏🍀🌞