15 Kommentare zu „Übersehen Sie den Notruf ihres Stoffwechsels?“

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    Viele Grüße
    Dr. T. Weigl

  2. @michaeleijewski-lamsfuhs9453

    Vielen Dank für die interessanten und leicht verständlichen Infos! Mir ist immer sooo viel wohler, wenn ich weiß, wie ich bestimmte Nährstoffe über die Nahrung auffüllen kann statt mit oft künstlichen Ergänzungsmitteln – daher für dieses Video mindestens 5 Daumen hoch. 🤗☀️

  3. @monika-maria-horvath

    ‚Herzlichen Dank‘ lieber ♡Doktor Weigl♡ für die stets „interessanten“ und „lehrreichen Informationen“, mit denen wir immer auf dem Laufenden gehalten werden!!! 💖🤗👍

  4. Was genau bedeutet „ein Hautzyklus“ ? Welcher Teil ist davon betroffen ?
    Und würde, vorrausgesetzt es besteht tatsächlich ein Mangel an etwas,
    der Ausgleich dazu führen könnte, dass auch langjährige Flecken weg gehen könnten ?
    Oder gibt es Zellen, die so weit von Ihrer Normfunktion entfernt sind, dass Sie einfach so weiter machen ?
    Sehr interessantes Thema. Danke.

    1. @StephyPlantBased

      Wenn tatsächlich ein Selenmangel vorliegt, ist es natürlich sinnvoll, diesen auszugleichen – aber ich würde nicht davon ausgehen, dass dadurch bereits vorhandene Altersflecken einfach wieder verschwinden. 😊

      Altersflecken bzw. solare Lentigines sind vor allem eine Folge von kumulativer UV-Belastung und den dadurch ausgelösten langfristigen Veränderungen in Hautzellen, Melanozyten und deren Umgebung. UV-Strahlung erzeugt dabei auch oxidativen Stress – insofern ist der Zusammenhang mit dem körpereigenen Antioxidationssystem durchaus plausibel. (PubMed Central (PMC)⁠)

      Aber: Ein Selenmangel ist nicht als Ursache von Altersflecken etabliert, und es gibt keine überzeugende klinische Evidenz dafür, dass eine Selengabe bestehende solare Lentigines zuverlässig zurückbildet. Die Daten zu Selen und Hauterkrankungen sind insgesamt ziemlich uneinheitlich. (PubMed⁠)

      Und der Gedanke mit der „angesammelten“ UV-Belastung ist grundsätzlich richtig: Die Haut hat ein photobiologisches Gedächtnis für einen Teil der über Jahre entstandenen Schäden. Wenn ein Altersfleck einmal entstanden ist, kann man die frühere UV-Exposition nicht einfach durch Antioxidantien oder Selen rückgängig machen. Man kann aber zukünftige UV-Schäden reduzieren und bestimmte Pigmentveränderungen auch dermatologisch behandeln.

      Kurz: Selenmangel ausgleichen = sinnvoll. Selen als Mittel gegen bereits vorhandene Altersflecken = wissenschaftlich nicht belegt. (PubMed Central (PMC)⁠)

  5. Danke Dr. Weigl für diese wichtigen Informationen!😊
    Könnte es aber auch möglich sein, dass es eine genetische Disposition für Pigment und Altersflecken gibt?

    1. @StephyPlantBased

      Bei Altersflecken (solaren Lentigines) ist chronische UV-Belastung der wichtigste Faktor, aber Menschen reagieren genetisch unterschiedlich auf diese Belastung. Varianten z. B. in MC1R, IRF4, MITF und HLA wurden mit Pigmentierung bzw. der Ausprägung solarer Lentigines in Verbindung gebracht; auch TERT-Varianten wurden inzwischen als möglicher genetischer Faktor untersucht. (PubMed⁠)

      Auch oxidativer Stress und Entzündungsprozesse spielen bei der Entstehung eine Rolle – UV-Strahlung erzeugt u. a. oxidativen Stress und verändert die Melaninbildung und die Hautzellen. Aber daraus folgt nicht automatisch, dass ein Selenmangel die Ursache von Altersflecken ist oder dass Selen als Supplement Altersflecken verhindert. Dafür ist die Evidenz meines Wissens deutlich schwächer. (PubMed⁠)

      Ich würde es deshalb eher so sehen: Genetik + lebenslange UV-Exposition + individuelle Reparatur-/Stressreaktion der Haut + Alterungsprozesse bestimmen zusammen, wer besonders viele Altersflecken entwickelt. Einfach nur „zu wenig Antioxidantien“ greift wissenschaftlich wahrscheinlich etwas zu kurz.

    1. @StephyPlantBased

      Sommersprossen (Epheliden) sind meist genetisch bedingt, treten oft schon in Kindheit oder Jugend auf und werden durch UV-Licht im Sommer deutlich dunkler, während sie im Winter wieder verblassen. Altersflecken (solare Lentigines) entstehen dagegen durch die langjährige, kumulative UV-Belastung und treten typischerweise erst im Erwachsenenalter auf. Sie sind meist etwas größer, schärfer begrenzt und bleiben auch im Winter bestehen.

      Kurz gesagt: Sommersprossen sind eher eine UV-verstärkte genetische Pigmentierung, Altersflecken eher eine dauerhafte Folge langjähriger UV-Exposition. Und wichtig: Ein neuer oder sich verändernder dunkler Fleck sollte nicht einfach als „Altersfleck“ abgetan werden, sondern gegebenenfalls dermatologisch kontrolliert werden.

  6. @StephyPlantBased

    Paranüsse sind keine verlässliche Selenquelle. 1.: man weiß meist nicht aus welchem Land sie stammen. Viele kommen sogar aus China.
    2.: man weiß nicht auf welchem Boden sie gewachsen sind. Selenarm? Selenreich?
    3.: Radioaktivität spielt auch eine Rolle.
    4.: man weiß nicht ob jede einzelne Paranuss, selbst wenn sie vom selben Gebiet stammt, den selben Selengehalt hat.

    1. @StephyPlantBased

      Insulinresistenz könnte bei Altersflecken tatsächlich eine Rolle spielen – aber sie ist nicht der Hauptauslöser. Der wichtigste Faktor für solare Lentigines bleibt die kumulative UV-Belastung. (DermNet®⁠)

      Es gibt allerdings Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen gestörtem Glukosestoffwechsel und Altersflecken: In einer Studie hatten Menschen mit Typ-2-Diabetes deutlich häufiger solare Lentigines als Kontrollpersonen – auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Sonnenexposition. Als mögliche Mechanismen werden u. a. oxidativer Stress und die Bildung von AGEs (Advanced Glycation End Products) diskutiert. (PubMed⁠)

      Das macht biologisch durchaus Sinn: Bei chronisch erhöhtem Insulin bzw. gestörter Glukoseregulation können Entzündungs-, Oxidations- und Glykationsprozesse zunehmen. Diese können die Hautalterung und ihre Reaktion auf UV-Schäden beeinflussen.

      Aber wichtig: Das ist nicht dasselbe wie „Altersflecken entstehen durch Insulinresistenz“. Die Daten zeigen einen Zusammenhang, keine eindeutige Kausalität. Und typische Hautmarker einer Insulinresistenz sind eher Acanthosis nigricans und Hautanhängsel (Skin Tags) als klassische Altersflecken. (PubMed⁠)

      Ich würde es daher eher als Zusammenspiel sehen: UV-Strahlung + Alter + genetische Veranlagung + oxidativer Stress + möglicherweise metabolische Faktoren wie Insulinresistenz/Glykation. Ein gesunder Glukosestoffwechsel ist sicherlich sinnvoll – aber Altersflecken allein sind kein zuverlässiger Marker für eine Insulinresistenz.

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