24 Kommentare zu „Klartext zu „Gewalt unter Geburt“ und Rollenbilder | Podcast Folge 21 [Prof. Strizek, UKB]“

  1. Liebe Community, ich freue mich sehr, dass Sie bei meinen MedNight Videopodcast einschalten. Exklusive und renommierte Experten in Ihrem Feld sind meine Gäste. Ich freue mich wirklich sehr diese Gäste und richtig tollen Content für Sie liebe Zuschauerinnen und Zuschauer zur Verfügung zu stellen. Danke auch an das Universitätsklinikum Bonn (UKB) für die Zusammenarbeit.
    Jetzt genießen Sie den Videopodcast und gerne kommentieren Sie wenn es Ihnen gefällt. Ich würde mich sehr darüber freuen.
    Liebe Grüße
    Dr. Tobias Weigl

    PS: Sehr gerne folgen Sie mir auch auf Spotify. Dort gibt es ebenfalls den Podcast: https://open.spotify.com/show/0vOMIinxuSAuQSccNka329?si=586775808202469b
    Und überall noch dort, wo es gute Podcasts gibt 😉

  2. Sehr interessanter Beitrag. 💯👍Besonders die Ausführungen am Ende des Videos haben mich beeindruckt.
    In einem Youtube Video hat mal eine werdende Mutter gesagt,dass sie auf jeglichen Ultraschall verzichten würde, wäre für sie nicht relevant, da es für sie keinerlei Konsequenzen hätte, d.h.auch wenn das Kind behindert wäre, würde sie es austragen. Daraufhin habe ich ihr geantwortet, dass es ja auch die Möglichkeit gibt, bei bestimmten Erkrankungen ein Kind schon im Mutterleib zu operieren…Jetzt würde ich ihr natürlich Ihr Video hier empfehlen, wo die Gynäkologin genau erklärt, welche Möglichkeiten es gibt…❤

  3. @stefhennig3273

    Oh ja, ein so wichtiges Thema
    Als Betroffene, die nie den Raum hatte darüber zu sprechen, bin ich sehr dankbar für diese Offenheit.

  4. Leider haben sie das Thema Gewalt nur sehr kurz angerissen. Ich möchte daher kurz meine Geburtsgeschichten erzählen. Mein erster Sohn kam 2000 auf die Welt. Ich war völlig überfordert von den Schmerzen. Leider habe ich die Schmerzmittel nicht vertragen. Die Schmerzen wurden nicht weniger, stattdessen war mir zusätzlich unglaublich schwindlig und ich war nur am Brechen und Würgen. Ich konnte nicht mehr klar denken. Zum Schluss haben die Schwestern mich durch Androhungen, dass mein Sohn Schaden nehmen würde, dazu bekommen endlich so zu pressen das er auch endlich raus kommt. Für mich war das ein Trauma. Die ersten Tage nach der Geburt konnte ich meinen Sohn nicht mal selbst aus dem Bettchen nehmen aus Angst ihm weh zu tun. Stillen konnte ich auch nicht. Ich dachte nur das ich eine ganz schlechte Mutter sein würde. Es hat einige Wochen gedauert bis ich ein gesundes Verhältnis zu meiner Mutterschaft aufgebaut hatte. Bei meinem zweiten Sohn, 4 Jahre später, im gleichen Krankenhaus, lief alles wie man es sich nur wünschen konnte. Vorher abgesprochen dass ich auf jegliche Medikamente verzichte und auch noch mal über das Trauma der ersten Entbindung gesprochen, kümmerten sich wirklich alle rührend um mich. 2010 bekam ich dann meinen dritten Sohn in einem anderen Krankenhaus. Das was mir dort widerfahren ist, war nicht nur verbale Gewalt sondern hätte auch lebensbedrohend für mich enden können. Auch meine Schwester fand dieses Erlebnis eher traumatisch. Sie wollte eigentlich, wie mein Mann auch, an meinem Kopfende sein um mir zur Seite zu stehen. Dies wurde ihr verboten. Stattdessen platzierte man sie auf einen Stuhl mit bester Sicht auf meinen Intimbereich. Völlig daneben, zumal sie selbst damals noch keine Kinder hatte. Die Schwestern und Hebammen duldeten aber keinen Widerspruch und so traute sie sich nichts mehr zu sagen und blieb dort die ganze Zeit reglos sitzen. Bei mir selbst war das netteste was ich verbal um die Ohren gehauen bekam noch, das ich die Klappe halten solle. Aber das krasseste war dann, als mein Sohn auf der Welt war, dass nicht auf die Nachgeburt gewartet wurde. Nein, sie rissen daran um sie schneller herauszubekommen. Es blieb wohl was zurück weshalb ein anderer Arzt kam und bei mir eine Ausschabung machte. OHNE jegliche Form der Betäubung oder Schmerzlinderung. Das waren furchtbare Schmerzen die vergleichbar mit der vorangegangenen Geburt waren. Ich wusste überhaupt nicht was mir geschieht. Und meine Schwester durfte alles gut sichtbar miterleben. Eine Freundin von mir ist Krankenschwester, und erst sie erklärte mir hinterher was da überhaupt passiert ist. Denn niemand im Kreißsaal erklärte uns überhaupt was sie taten oder warum. Später traf ich einige Frauen denen es ähnlich ging wie mir und eine hat sogar Anzeige erstattet. Leider hatte sie damit keinen Erfolg und ich versuchte es daher gar nicht erst. Ich finde das dieses Thema viel mehr Beachtung finden sollte. Um besonders auch das medizinische Personal zu sensibilisieren, denn sie könnten den Frauen ein lebenslanges Trauma aufbürden. Aber auch Angehörige sollten mehr darüber wissen was in Kreißsälen alles schief gehen könnte um der Frau eventuell auch besser beistehen zu können. In meinem Fall hatte ich zwei Menschen dabei und keiner konnte wirklich etwas für mich tun weil sie fast genauso überfordert und traumatisiert waren wie ich selbst.

    1. Traurig, was Du alles mitmachen musstest!😢Ja, das Thema Gewalt hätte noch etwas ausführlicher behandelt werden können. Ich habe auch Gewalt unter der Geburt erlebt, es wurde der Kristeller Handgriff angewandt, die lagen zu Viert auf meinem Bauch und der Arzt von vorne mit der Zange, allerdings wäre mein Kind vielleicht sonst gestorben, weil sie keine Herztöne mehr gehört haben, mein Kind hatte die Nabelschnur um den Hals gewickelt und drohte zu ersticken! Trotzdem ist es für mich auch nach 40 Jahren noch ein Trauma und ein Schmerz, der bleibt.

    2. ​@@miraley6108Dankeschön ❤, ich tröste mich aber immer damit, dass der Tod meines Kindes ein schlimmeres Trauma gewesen wäre.❤

  5. @gabrielekroll9937

    Vielen Dank für dieses Video. Denke noch mit Grauen an die Geburt meines Sohnes vor 22 Jahren. Abgesehen von höllischen Rückenschmerzen während der Wehen, verlief erst alles gut. Als die Presswehen anfingen, verabschiedete sich die erste Hebamme, weil ihre Schicht beendet war. Sie war sehr nett, und das hat mich so irritiert, dass die Presswehen aufhörten. Die neue Hebamme war arrogant und genervt, weil es nicht mehr weiterging. Ich musste mir eine Stunde ohne Presswehen die Seele aus dem Leib pressen, ohne dass sich das Kind nur einen Millimeter zum Ausgang bewegte, was meinen Beckenboden zerstörte. Der Arzt und die Hebamme legten sich dann plötzlich von beiden Seiten quer über meinen Bauch und versuchten, das Baby mit ihren Ellbogen in meinem Magen bis durch zur Wirbelsäule herauszuschieben. Bekam keine Luft mehr, war total geschockt, dachte, die wollen mich umbringen, es ging nix mehr. Schlussendlich musste schnell ein Dammschnitt gemacht, und das Baby mit der Zange herausgerissen werden. Es war ganz schwarz vom Sauerstoffmangel. Und der Arzt hat dann beim Agpartest 10 angegebenen. Das war glatt gelogen. Ich war monatelang am Ende und nur mit äußerster Anstrengung fähig, mich um mein Kind zu kümmern.. Noch dazu hat mich noch im Krankenhaus eine Furie von Schwester fertig gemacht, weil ich nicht schnell genug zum Stillen kam. Könnte heute noch heulen wegen diesem ganzen Horror.

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