21 Kommentare zu „Body Positivity und Essstörungen: Viel Polemik, wenig Fakten | Podcast Folge 25 [Prof. Geiser, UKB]“

  1. Ich muss sagen “trash tv” hilft mir im Gegensatz zu Social Media enorm, ein gesünderes Selbstbild zu entwickeln. Die ganze Leute dort halb nackt, ohne Filter und häufig betrunken (das reduziert ja auch die Attraktivität) zusehen zeigt mir, das mein Körper völlig normal ist 🙂

  2. @selbstliebe.quelle_highlight

    Wow – danke für dieses wichtige, differenzierte Gespräch. 🙏 Als Ernährungsberaterin mit mehr Gewicht und eigener Essstörungsgeschichte (inkl. Diätenkarussell deluxe 🎢) und heute Verfechterin von Körperakzeptanz und intuitivem Essen, habe ich beim Zuhören ganz oft genickt… und manchmal auch geschluckt.

    Besonders stark fand ich den Hinweis auf die Ambivalenz – dieses gleichzeitige „Ich will da raus“ und „Ich kann mein Coping nicht aufgeben“. Das kenne ich nur zu gut. In meiner Jugend war mein gestörtes Essverhalten wie ein Sicherheitsseil in einem Leben voller Druck, Unsicherheit und Selbstzweifel. Und klar: Wenn alles brennt, greifst du nach dem, was dich vermeintlich rettet – auch wenn es dich gleichzeitig kaputtmacht.

    Body Positivity wurde für mich irgendwann ein Rettungsanker, aber auch ein Minenfeld. Denn ja – manchmal wird suggeriert, man müsse seinen Körper ständig feiern, auch wenn man innerlich noch im Krieg liegt. Ich plädiere für Body Neutrality statt Dauersmilys: „Ich darf mich mögen UND Tage haben, an denen ich struggle.“

    Kritisch fand ich (und das meine ich konstruktiv), dass das Thema Gewicht oft sehr medizinisch gerahmt wurde. Ich hätte mir noch etwas mehr Raum für das Konzept von Health at Every Size gewünscht – also: Gesundheit jenseits der BMI-Schublade und der Fokus auf Verhalten statt Gewicht.

    Trotzdem: Ein riesiges Danke für dieses differenzierte Gespräch, das weder dramatisiert noch verharmlost – sondern endlich mal den Graubereich beleuchtet, in dem sich so viele (zu viele!) bewegen.

    ✨ Und: Hilfe annehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein radikaler Akt der Selbstfürsorge. ❤️

  3. @AnoschkaundLouka_Anja

    Danke für die Podcast- Folge und die Aufklärung. Ich hatte selber Magersucht vor circa 30 Jahren unter Anderem wegen Mobbing von Mitschülern und weitere Gründe. Social Media gab es damals nicht.

  4. Ich bin mittlerweile 62 und lebe seit über 50 Jahren mit verschiedenen Essstörungen. Danke an die Expertin, dass sie herausgestellt hat, dass manchmal die Ränder zwischen den verschiedenen Formen verschwimmen. Gerade wenn ich übergewichtig bin, gehe ich ganz extrem auf Diät, erlaube mir teilweise monatelang nicht mehr als 400 Kalorien am Tag. Die Phase der Magersucht sieht man mir aber natürlich lange nicht an. Besessen von meinem Gewicht und meinem BMI bin ich eh – ich wache eigentlich jeden Tag auf mit dem Wunsch, es zu schaffen, nicht zu essen. Jedes mal, wenn ich etwas esse, habe ich also versagt. Essen war schon mein ganzes Leben lang meiner größter Feind. – Body positivity hat sich leider in eine ganz schlechte Richtung entwickelt. Heute sehe ich manchmal junge Mädchen, die sich trotz Übergewicht das anziehen, was ihnen gefällt, egal was andere denken mögen. Da hat also body positivity auf junge Menschen einen guten Einfluss. Aufgrund meiner Erfahrungen von 50 Jahren würde ich mir das in Zeiten des Übergewichts nie erlauben. Leider haben sich aber, wie immer auf social media, Extreme entwickelt, wie Dr Asher Larmie, der medizinische Fakten umschreibt und Übergewicht als medizinisch unbedenklich beschreibt. So etwas halte ich für gefährlich.

  5. @nicisgesundheitsberatung

    Tolle Aufklärung. Dankeschön für die tolle, realistische und menschliche Anschauung. 👍👍👍 Dieses Thema ist so wichtig. Ich hatte auch eine Essstörung und immer ein falsches Bild über meinen Körper.

  6. Liebe Community, ich freue mich sehr, dass Sie bei meinen MedNight Videopodcast einschalten. Exklusive und renommierte Experten in Ihrem Feld sind meine Gäste. Ich empfinde es tatsächlich auch als Ehre und Auszeichnung diese Gäste und den richtig tollen Content für Sie liebe Zuschauerinnen und Zuschauer zur Verfügung zu stellen. Danke auch an das Universitätsklinikum Bonn (UKB) für die Zusammenarbeit.
    Jetzt genießen Sie den Videopodcast und gerne kommentieren Sie wenn es Ihnen gefällt. Ich würde mich sehr darüber freuen.
    Liebe Grüße
    Dr. Tobias Weigl

    PS: Sehr gerne folgen Sie mir auch auf Spotify. Dort gibt es ebenfalls den Podcast: https://open.spotify.com/show/0vOMIinxuSAuQSccNka329?si=586775808202469b
    Und überall noch dort, wo es gute Podcasts gibt 😉

  7. Hey, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Ich fand es auch schon in meiner Jugend schwierig, mit Essen und Gewicht bzw. gestörtem Körperbild klar zukommen. Gerade weil ich eine Tochter habe ist das Thema immer noch wichtig für mich. Irgendwie hört es nie auf, dass sich die Gedanken darum kreisen. Wir versuchen einfach relativ gesund zu essen. 😊

  8. Ein Aspekt wurde im Talk nicht gesagt oder habe ich ihn nicht registriert.
    Nun ich konnte essen was ich wollte auch die Menge, aber ich war zu dünn für mein Alter, ich war ein Hemd 👔 oder ein Tufi. Erst mit 33 Jahren wurde ich normaler aber dann bekam ich ein Fettbauch ca. 150cm seit 2018 wieder normal auf 91cm, durch meiner Ernährungsumstellung.

  9. @cocoparisienne1779

    Ich beneide jeden der magersüchtig ist. Ich wiege mein Essen ab seit ich 13 bin und renne wie eine Verrückte zum Sport aber nein BMI ist trotzdem 29. wirklich ekelhaft so fett zu sein. Bulemie finde ich ekelhaft. Wäre jetzt echt keine Option. Ich denke es ist schon recht normal heutzutage, dass man sich über das Gewicht definiert. Diese Sucht sich gesund zu ernähren kenne ich auch. Achte wirklich auf alles weil ich auch Angst habe so verseuchte Lebensmittel zu essen.

    1. Reflektier bitte einmal deinen Kommentar. Magersucht ist eine schwerwiegende Erkrankung. Allerdings ist deine Fixierung auf Essensportionen und Sport auch nicht unbedingt gesund. Such dir bitte Hilfe. Alles Gute für dich. 🫶

  10. @ChristophBüchmann-k4f

    „Body Positivity“ als positives Grundgefühl zu seinem Körper ist sicher sinnvoll, auch um überhaupt in der Lage zu sein, Veränderungen zu erreichen. Negativ wird das immer dann, wenn meist suchtartige Angewohnheiten, die körperschädlich sind, als „Lifestyle“, der zu akzeptieren ist, verbrämt werden. Mit dieser Einstellung müsste man auch Alkoholismus und Drogensucht entsprechend als „Lebensart“ sehen, die man nicht „diskriminieren“ darf. Zu einer „gesünderen“ Gesellschaft führt das sicher nicht, und ich bezweifle auch, dass sich die Mehrheit der Betroffenen dadurch besser fühlt.

  11. Wow, bin schwer beeindruckt von Frau Prof. Geiser. Ein toller Einblick – informativ, strukturiert, sachlich und menschlich. Sehr professionell ohne ää und äm, da merkt man halt die langjährige Erfahrung. Arbeite selbst in einem anderen Bereich – Psychiatrie – mit anders gelagerten Problematiken, werde aber der Video weiterleiten. Danke nochmal !

  12. kann jemand einen BMI von 44+ haben ohne „Essgestört“ zu sein . Bzw. ist extremes Übergewicht nicht auch eigentlich eine Krankheit (wie eben auch extremes Untergewicht) ?

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