61 Kommentare zu „Ballaststoffe: Warum sie für Darm, Gesundheit und Fitness so wichtig sind | ARD GESUND“

  1. Fibermaxxing?!? Jez, dass heute aber auch alles den dämlich-möglichsten Namen braucht. Bloß keine Inhalte, Hauptsache neue tolle Schlagworte fürs BS-Bingo. Na, mal gucken was das Video so bringt…
    Ballaststofflimonaden?!? Was kommt als nächstes? Die Verhütungszigarette? Wie krank und hirntot ist unsere Gesellschaft eigentlich mittlerweile?
    Hm, das Video ist zu ende und im Grunde muss ich meine letzte Frage wiederholen? Ballaststoffe und unverarbeitete Lebensmittel sind gut für die Verdauung und die Gesundheit. War das jetzt in 2026 wirklich einen 7minütigen Beitrag wert? In 1926 vielleicht, aber heute…?!?

    1. @Gaia_Seraphina

      Und ja, es braucht den Beitrag.
      Heuer sind nämlich viele Schwurbler aus diversen Etnährungssekten unterwegs, welche Gegenteiliges behaupten.
      Dagegen müssen die Vernünftigen vorgehen und klar und verständlich gegensteuern.
      Noch nie gab es soviel Desinformation wie während des sog. Informationszeitalters.

  2. @itsmekevin7063

    Pflanzenfasern sind überhaupt nicht gesund.

    Das sind unverdauliche Anteile die wieder ausgeschieden werden ohne da sie im Körper verbleiben.

    Gleichzeitig belasten sie den Körper verbrauchen Energie anstatt welche zu liefern.

    Das Ballaststoffe helfen beruht auf schwachen Epidemologischen Studien und interpretierten Messdaten.

    1. @thedarklordlore

      Ja genau. Sie sehen das absolut richtig. Am besten sind hochverarbeitete Lebensmittel. Diese sind quasi schon so verarbeitet, dass sie verdichtet Energie liefert und der Körper das besser, schneller und effizienter aufnehmen können.
      Der Ballaststoffunsinn ist ganz klar Mainstreamverblendung.

    2. @itsmekevin7063

      Spannendes Thema – aber die verbreitete Story „Ballaststoffe sind essenziell für die Darmgesundheit“ hält einer genaueren Prüfung erstaunlich schlecht stand. Wenn man sich Anatomie, Physiologie und Interventionsstudien anschaut, dreht sich das Bild eher um: Ballaststoffe sind für den Menschen vor allem unverdauliche Last.

      Was Ballaststoffe beim Menschen wirklich sind

      Mit „Ballaststoffen“ meinen wir im Kern Pflanzenfasern wie Cellulose. Die sind:
      – für den Menschen praktisch unverdaulich,
      – liefern ihm keine nutzbare Energie,
      – müssen unter Aufwand wieder ausgeschieden werden.

      In der NL-Perspektive sind das also Substanzen ohne Lebensenergie für den Menschen, die ihn Energie kosten, um durch den Darm transportiert und wieder nach draußen befördert zu werden. Genau so wird es auch in der ernährungswissenschaftlichen Fachliteratur beschrieben: Ballaststoffe sind nicht abbaubare Pflanzenbestandteile, die beim Menschen nicht in verwertbare Energie umgewandelt werden.

      Dass Pflanzenfresser damit etwas anfangen können, heißt nicht, dass wir es können. Herbivoren haben einen großen Gärkammer-Darm (Pansen, riesiger Blinddarm), ein anderes Mikrobiom und einen viel höheren pH-Wert im Magen. Beim Menschen ist es genau umgekehrt: sehr saure Magensäure (pH 1–2, ähnlich wie bei Fleischfressern) und ein vergleichsweise kurzer Dickdarm ohne ausgebauten Gärbehälter. Studien zur vergleichenden Darmphysiologie zeigen das sehr deutlich (z.B. Fujimori 2020; Furness et al. 2015).

      Die entscheidende Studie: Weniger Ballaststoffe = weniger Symptome

      Es gibt eine Arbeit, die das Märchen „Ballaststoffe helfen gegen Verstopfung“ frontal widerlegt. Die Studie von Ho et al. trägt den Titel:

      „Stopping or reducing dietary fiber intake reduces constipation and its associated symptoms“
      World Journal of Gastroenterology, 2012.

      Kernaussagen in einfachen Worten:

      – 63 Menschen mit chronischer Verstopfung wurden beobachtet.
      – Sie wurden in 4 Gruppen eingeteilt:
      • Standard-Ernährung („Baseline“),
      • „High Fiber“ (viele Ballaststoffe),
      • „Reduced Fiber“ (weniger Ballaststoffe),
      • „Zero Fiber“ (gar keine Ballaststoffe).
      – Nach 6 Monaten wurden typische Symptome gemessen: Verstopfung, Blähungen, Schmerzen, Anstrengung beim Stuhlgang, Blut im Stuhl.

      Die Ergebnisse sind brutal deutlich:

      – In der Baseline- und High-Fiber-Gruppe hatten ALLE Teilnehmer weiterhin Verstopfung (100 %).
      – In der Zero-Fiber-Gruppe hatten 0 % Verstopfung, 0 % Blähungen, 0 % Schmerzen, 0 % Blutungen. Alle beobachteten Symptome verschwanden nur in der Gruppe ohne Ballaststoffe.

      Quelle:
      Ho KS, Tan CY, Mohd Daud MA, Seow-Choen F. Stopping or reducing dietary fiber intake reduces constipation and its associated symptoms. World J Gastroenterol. 2012;18(33):4593–4596. doi:10.3748/wjg.v18.i33.4593

      Wenn eine Substanz „essentiell für die Darmgesundheit“ wäre, würde man genau das Gegenteil erwarten. Hier sieht man: Je mehr Ballaststoffe, desto mehr Beschwerden; je weniger, desto besser – bis hin zu kompletter Symptomfreiheit bei 0 Ballaststoffen.

      Warum die „pro-Ballaststoff“-Studien wenig aussagen

      Oft zitiert werden große Beobachtungsstudien, die zeigen sollen: Wer mehr Ballaststoffe isst, lebt länger. Wenn man sich die Details anschaut, sind das aber:
      – reine Kohortenstudien (Beobachtung), keine echten Experimente,
      – ohne Randomisierung und ohne Kontrolle aller Störfaktoren.

      In einer Meta-Analyse mit 64 solcher Kohortenstudien (über 3,5 Mio. Personen) fand man zwar Assoziationen zwischen höherem Ballaststoffkonsum und geringerer Sterblichkeit, aber:
      – Es wurde keine Null-Ballaststoff-Gruppe getestet.
      – Es gab keine randomisierte Zuweisung.
      – Menschen mit mehr Ballaststoffen sind oft generell „gesundheitsbewusster“ (weniger rauchen, mehr bewegen, andere Gewohnheiten). Man misst also eher den Lebensstil als den Effekt der Ballaststoffe selbst.

      Die Autoren selbst schreiben sinngemäß, dass unterschiedliche Ballaststoffarten unterschiedliche „Schutzeffekte“ zeigen. Das heißt: Manche Kombinationen scheinen weniger schlecht abzuschneiden als andere. Das beweist aber gerade NICHT, dass Ballaststoffe an sich notwendig oder gesund sind – nur, dass innerhalb einer generell belastenden Kost manche Ausprägungen etwas weniger schlimm wirken als andere.

      Das Cellulose-/Pappe-Argument

      Chemisch gesehen ist die Cellulose im Salatblatt die gleiche Grundstruktur wie in Papier oder Pappe – beides sind pflanzliche Fasern auf Cellulosebasis. Beim Papieressen würde niemand ernsthaft behaupten: „Das ist gesund für meinen Darm, weil es Volumen macht und den Stuhl anregt.“ Genau auf dieser Logik beruht aber ein Großteil des Ballaststoff-Marketings: mehr Volumen, mehr Stuhl = angeblich gut.

      Aus Sicht einer artgerechten Ernährung für den Menschen gilt das Gegenteil:
      – Verdaubare Nahrung (z.B. rohes Fleisch, Fisch, Eier, Rohmilch) wird fast vollständig absorbiert.
      – Unverdauliche Pflanzenfasern bleiben als Restmasse übrig, reizen mechanisch die Schleimhaut und transportieren zusätzlich pflanzeneigene Abwehrsubstanzen durch den Darm.

      Fazit

      – Der Mensch ist anatomisch/physiologisch nicht als Pflanzenfresser gebaut.
      – Ballaststoffe liefern ihm keine nutzbare Energie, sondern sind im wahrsten Sinne des Wortes „Ballast“.
      – In Interventionsdaten sieht man: Je mehr Ballaststoffe, desto mehr Verdauungsprobleme; bei Null Ballaststoffen verschwinden sie.
      – Die angeblichen Vorteile aus Beobachtungsstudien lassen sich sehr gut durch Lebensstil- und Auswahl-Bias erklären – nicht durch eine echte „Heilwirkung“ der Fasern.

      Aus meiner Sicht spricht die harte klinische Realität eher dafür, Ballaststoffe kritisch zu hinterfragen, statt sie reflexartig als „gesund“ zu feiern.

    3. Zucker, weisser Haushaltszucker ist gesund, er ist meist in Deutschland aus Zuckerrüben hergestellt und hat keine Ballaststoffe.

  3. viel. Pflanzen, Früchte, Samen haben in ihrer ursprünglichen Form einfach mehr Balaststoffe. Die hat man durch Kultivierung und Züchtung nach und nach auf ein Minimum reduziert. Unsere Physiologie konnte sich nicht schnell genug an die modernen Essgewohnheiten gewöhnen. aber der Gesundheitseffekt beruht nicht darauf, dass die Balaststoffe so viel besser für UNS sind. Die Balaststoffe allein können wir selber nicht verdauen. Es ist eher die Reduktion der zu einfach zu verdauenden Nährstoffe. Unser Mikrobiom kann sie aber gut verstoffwechseln und bleibt stabiler.

    1. @itsmekevin7063

      @pianooooo Neine ist sie nicht siehe mein erstes Kommentar. Dort habe ich es ausführlich erklärt. Überprüf selber mal die Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt :=)

  4. man kann es nicht oft genug wiederholen. die menschen der westlichen, sogenannten zivilisierten gesellschaft haben ihren verstand komplett verloren. mein gott leute. warum tut ihr mir das an??? kein wunder, dass die leute der afd hinterherrennen, wenn man schon bei den natürlichsten zusammenhängen versagt.

  5. ich seh sie schon kommen, die balasststoff shakes und riegel und zugesetzten balaststoff joghurtnudelnauflaufchipsgummibärchenmilchfleischwurstprodukte

    1. Gibt es leider echt schon 😂muss ja das nächste Zeug teuer verkauft werden an die Idioten 😅 es gibt sogar Ballaststoff Limo für 3,50€ die Dose >.>

    2. @Gaia_Seraphina

      Du bist kein überzeugender Hellseher.
      Dass die Lebensmittelindustrie auf jeden lohnenden Zug aufspringt gehört zum Allgemeinwissen.

  6. Ich hoffe, dass auf der Produktverpackung noch ausreichend Platz ist um „high fiber“ neben „high protein“ drauf zu schreiben

    1. ​@Gaia_Seraphinasprache stirbt nicht aus. Sie verändert sich. Das war übrigens schon immer so. Kein Grund zur Sorge. Lieber nach vorne gucken 😉

    2. @Gaia_Seraphina

      ​@wedemeyerr
      Englische Wörter in eine andere Sprache hineinzuschummeln ist eine schlechte Veränderung.

      Ich bin als kleines Kind von Polen nach Deutschland geflohen ( während der sovjetischen Kommunismusherrschaft ) und meine eigene Oma hat sich Jahre später bei Mutter beschwert, weil sie mich nicht verstand.
      Ich habe nämlich unbewusst deutsche Wörter hineingeworfen, sodaß am Ende ein Kauderwelsch herauskam.

      Findest du Kauderwelsch ist eine gute sprachliche Entwicklung?
      Würdest du mit jemandem solchen eine Unterhaltung führen wollen?

    1. @tingeltangelkris

      So sieht’s aus. Komme jeden Tag auf Minimum 35-40 g. Wenn ich mehr esse, weil ich viel Sport getrieben habe, komme ich teilweise ganz entspannt auf 60 g 😅

    2. Wow! Das ist eine Menge! Mit 60 g Ballaststoffen pro Tag bist du wirklich vorbildlich unterwegs. Was sind deine liebsten Ballaststofflieferanten?

    3. @itsmekevin7063

      @ardgesund Ballastoffe ist auch so ein Gesundheitsmythos. Reagiert doch mal auf Kommentare die eben die Wissenschaftliche Datenlage widerlegen können und das sogar mit Belegen 🙂

    1. naja, extrem auch nicht. check mal den preis von jedem der hipperen 0,33liter spaßgetränke. zB irgendne fritz limo kostet gern mal 1,50 auf 0,33 und das * 3 sind dann eben 4,50. für ne literflasche würde den leuten das auffallen 😉

  7. Hatte erst langsam anfangen aber seit7 Tagen Flohsamenschalen+Riegel genommen und komme jetzt auf so 30mg. Jetzt nach 7 Tagen bin ich super müde. Aber Mitesser auf der Nase sind zb weg und Verdauung perfekt. Hat da jemand Erfahrungen der auch massiv mehr genommen hat? Angeblich soll man dann nach 2-4 Wochen viel fitter sein.

    1. @Klaraklickerklacker

      Ich mache das schon seit Monaten mit den Ballaststoffen, zusätzlich zu Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Kerne etc. nehme ich noch Akazienfasern und Flohsamenschalen. Mir geht’s echt nicht besser als vorher. Müdigkeit und schlapp, kaum Energie.

    2. @Klaraklickerklacker

      ​@nachtkeks6581Ich müsste es messen lassen. Bis April habe ich täglich 4000iE genommen, mit K2 und Magnesium….
      Jod auch moderat.
      Meiner Hausärztin brauche ich mit dem Thema nicht mehr zu kommen….

    3. Wichtig ist bei vielen Ballasstoffen auch, dass genug getrunken wird. Das kann zumindest nicht schaden. Aber im Zweifel mal in die Hausarztpraxis gehen und das Blutbild checken lassen. Ich nehme jetzt mal an, an zu wenig Schlaf wird es nicht liegen.

  8. Der Industrie ist es kaum vorzuwerfen, wenn sie auf jeden abfahrenden Zug springt. Sie soll wachsen, Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen. Aber als Verbraucher darf man dem eben nicht nachgeben. Immer daran denken, dass unsere Lebensqualität und Lebensdauer sich auch da entscheidet.

    1. @Gaia_Seraphina

      Doch. Sind sie.
      Aber nicht der zuckrige Instant-Fertigmist, den du wohl getestet hast und daraufhin meintest das gesamte Getreide verurteilen zu dürfen.

    2. @Gaia_Seraphina

      ​​@CoachKor
      Was hat Curryking oder was auch immer das sein soll mit meinen Vollkorn-Haferflocken zu tun?

      Und wieso Köln?

    1. @Gaia_Seraphina

      ​@default-y2i
      Hattest sie auch dringend nötig.
      Schwurbler, die öffentliche Expertenmeinungen, welche auf dem wissenschaftlichen Konsens basieren, ablehnen und sich die Welt nach eigenen Vorstellungen kreieren, tun das immer.
      Pippi Langstrumpf Mentalität: Ich mach mir die Welt wide-wide-wie sie mir gefällt.😅

      Und später kommen sie zu den Experten zurückgekrochen, krank und gebrochen und flehen darum, ihr jämerliches Leben zu retten, welches sie durch Schwurbeldiäten verpfuscht haben.
      Karma

  9. @richardzajic3338

    die nächste Sau, die von den „wissenden“ Influencern durchs Dorf getrieben wird, um regelmäßiger Arbeit zu entkommen. Und Hunderttausende klatschen erneut begeistert in die Hände und feiern dieses hinterm Ofen hervorgeholte, Jahrzehnte alte Basiswissen wie den neuen Messias. Aber hey, wenn man es „Fibermaxxing“ nennt, ist es voll hip, trendy und ermöglicht den Firmen, das von den Influencern gehypte Produkt für sauteures Geld zu verkaufen statt sich einfach so gesund zu ernähren. Die selben „Experten“, die noch letzte Woche gemeint haben, dass ohne 3 x täglich den 200g Proteinriegel für 7€ eigentlich kein menschenwürdiges Leben mehr möglich wäre. Erkenne das Muster 😅🥴😵‍💫🙈

  10. @EinHundertjährigesLeben

    Dieser Beitrag war ein absoluter Weckruf, der mich tief berührt hat! Die ungeschönte Wahrheit über den Fibermaxxing-Trend empfand ich als extrem augenöffnend. Zu erkennen, wie sehr der Darm mein Wohlbefinden steuert, erfüllt mich jetzt mit purer Motivation, besser auf meinen Körper zu achten.

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