26 Kommentare zu „Killerfehler beim Fettabbau! 💥 Warum du Muskeln verlierst und wie du das änderst!“

  1. Hier mal ein Erfahrungswert von einem 60+-Kandidaten:

    Ich tracke jetzt seit sechs Wochen meine Ernährung. 174 cm, Grundumsatz ca. 1.200 kcal, Tagesbedarf laut Berechnung etwa 2.300–2.500 kcal. Ich habe mich seitdem überwiegend bei ca. 2.000 kcal gehalten, also im Defizit. Was ich aber wirklich unrealistisch finde: 160 g Protein pro Tag.😆

    Ganz ehrlich: Welche Mengen an Fleisch, Quark oder veganen Proteinquellen soll man sich dafür täglich reinschaufeln? Dazu kommt: Seit ungefähr acht Wochen habe ich fürchterliche Blähungen. Scheinbar ist Quark für mich keine gut verträgliche Proteinquelle. Und von Linsen, Erbsen & Co. lassen wir dann wohl auch lieber die Finger. Mich würde interessieren: Wie soll das im Alltag für normale Menschen 60+ realistisch funktionieren – ohne Verdauungskrieg im Bauch?

    1. Wenn du nicht auf die Menge an Proteinen kommst, ist das auch kein großes Problem. Es geht eher darum bei der Auswahl der Lebensmittel proteinreiche Lebensmittel zu priorisieren und die restlichen Kalorien auf die Energielieferanten zu verteilen, ohne das Fett zu stark zu reduzieren.
      Ich persönlich halte tierische Quellen für „besser“ im Sinne der Verwertbarkeit, man muss nicht großes Wissen zur Kombination von Lebensmitteln haben. Verdaulichkeit oft auch besser. Wenn man Probleme mit der Verdauung hat, kann das auch damit zusammenhängen, dass man schnell Änderungen an seiner Ernährung vorgenommen hat. Man isst gänzlich andere Dinge, die Makrozusammensetzung hat sich stark verändert, Ballaststoffgehalt stark verändert.

    2. Ich als 51 jährige Frau esse seit Jahren ca. 120 g Protein am Tag ohne Probleme. Bin vegetarisch unterwegs. Ich esse 4 Mahlzeiten und versuche das Protein auf diese Mahlzeiten aufzuteilen (also ca. 30 g je Mahlzeit). Habe keinerlei Verdauungsprobleme. Skyr, Eier, Tofu, Harzer, körniger Frischkäse und auch Eiweißskakes. Esse ca. 2.000 kcal und mache 3x pro Woche Krafttraining.

    3. @Rosenkönigin

      Ich snacke, wenn ich zwischendurch mal Hunger habe ein gekochtes Ei, esse Körnigen Frischkäse, Hühnerbrust, Lachs, Skyr, Quark und trinke zusätzlich noch jeden Abend einen Proteinshake.
      Blähungen können durch eine plötzliche Änderung der Ernährung kommen, da sich die Darmbakterien an das neue Futter noch nicht angepasst haben.

    4. @its.just.me.lina81

      Ich finde deine Antwort beschreibt ganz gut, wo bei vielen Menschen, die EIGENTLICH was verändern wollen, der Hund begraben liegt…
      Deine angegebenen Werte werde ich bewusst nicht reviewen, weil du kein Ausgangsgewicht angegeben hast. Also nehmen wir an, dass das so passt.
      Frage 1, die sich mir stellt: wie kommst du bei 2000 kcal auf 160 g Eiweiß? Gehst du von 2 Gramm pro kg/KG aus? Wenn du sehr übergewichtig bist, ist diese Herangehensweise sinnfrei. Dann orientiert man sich eher am Idealgewicht. Und selbst da kann man drüber streiten, ob es auf den Strich 2 Gramm sein müssen. Alles zwischen 1,5 und 2 Gramm ist im Defizit sinnvoll. Und genug.
      Frage 2: Wieso Unmengen an Fleisch, Quark, etc? Ich will dich nicht angreifen, gehe aber mal davon aus, dass du übergewichtig sein wirst. Du hast es also geschafft Übergewicht zu kumulieren. Aber ganz sicher nicht, weil du bisher ständig kleine Portionen konsumiert hast. 160 gr Protein esse ich (und viele meiner Klientinnen) easy peasy jeden Tag. Bei normalen Portionen. Ohne Shakes. Da geht es dann mehr um das Wissen, WIE man das gut gestalten kann. Die paar extra Meter, sich das entsprechende Wissen anzueignen und auch mal was zu testen, muss man eben gehen wollen.
      Das Thema Verdauung haben andere hier schon gut erklärt: wenn du von 0 auf 100 auf proteinreiche Kost umstellst, was häufig zu Lasten der Ballaststoffe geschieht, ist das völlig normal. Mit ein wenig Geduld und einer bewussten Ballaststoffzufuhr reguliert sich das mit der Zeit. ABER: das kann auch ein gutes halbes Jahr dauern.
      Fazit: man will was verändern, trägt Infos aus dem Netz zusammen, bastelt sich einen Plan. Stellt fest: ui, ist doch alles gar nicht so einfach. Ist dann demotiviert, WEIL es eben nicht so einfach ist, wie man sich da vorstellt oder wünscht. Lamentiert. Findet Gründe, die es einem unmöglich machen, dran zu bleiben und wirft hin. Bis der Leidensdruck/ die Unzufriedenheit dann wieder einen Peak erreicht. Dann geht der Kreislauf von vorne los. Ich finde das traurig. Und schade.
      Meine Antwort auf deine Frage: wenn du Probleme mit der Umsetzung hast, suche dir einen guten Coach, der dich wenigstens 3 Monate begleitet. Dann hast du instant eine Lösung, wenn solche Probleme aufkommen. Und wenns ein guter Coach ist, lernst du, wie du auf Dauer gute Routinen und Strukturen etablierst, die dir das Thema ein für alle mal einfach machen. Alles Gute.

  2. Danke für den tollen Beitrag Patric 🙏🏽
    Mein Kopf weiß das alles längst. Ich komme nur leider überhaupt nicht in die Umsetzung, zumal ich auch etwas flauschiger geworden bin. Ich bin 51 Jahre jung und habe in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen mit Krafttraining zu Hause gemacht und komme trotzdem nicht in die Pötte 🙄…
    Ich vermute, dass ich mir unbewusst einrede, es nicht durchhalten zu können. Ein Dilemma.

  3. @susannegoller4085

    Danke lieber Patrik für diese Infos❤ immer sehr wertvoll und für mich erklärst Du es top-so dass ich es auch als nicht Profi verstehe!
    Alles Liebe auch fürs Team☆

  4. @hoeraufzurappen

    Dieses ganze „Defizit = immer Muskelverlust“ Märchen ist leider zum großen Teil schwachsinn, so funktioniert der Körper nicht. Man sollte sich mal mit dem Blutzuckerspiegel und der Insulinausschüttung im Körper beschäftigen. Der Körper ist in der Lage am Tag ca. 60 kcal pro KG Körperfett an Energie zu ziehen, aber NUR wenn man im Fettverbrennungsmodus ist (Lipase). Ich habe so immer ein starkes Defizit von 800-1200kcal am Tag fahren können und konnte dabei meine Muskeln erhalten und anfangs sogar aufbauen. Je niedriger der Körperfettanteil, desto schwerer wird dies natürlich aufgrund der 60 kcal Thematik. Man muss akribisch auf die Insulinausschüttung achten, dann zwingt man den Körper dazu an seine Fettreserven zu gehen und nicht an die Muskeln. (Natürlich mit hoher Proteinzufuhr am Tag

    1. @Sonnenblume1974

      Das mit dem Insulin ist auch Quatsch. Mit einem zu niedrigen Körperfettanteil, gehen die Hormone, Testo und der gute Schlaf bei den meisten verloren. Und dein Defizit ist für die allermeisten Menschen mit einem doch eher stressigen Alltag da draußen, absolut unrealistisch und auf lange Sicht weder gesund noch der Gesundheit zuträglich.

    2. Ich als 51 jährige Frau esse seit Jahren ca. 120 g Protein am Tag ohne Probleme. Bin vegetarisch unterwegs. Ich esse 4 Mahlzeiten und versuche das Protein auf diese Mahlzeiten aufzuteilen (also ca. 30 g je Mahlzeit). Habe keinerlei Verdauungsprobleme. Skyr, Eier, Tofu, Harzer, körniger Frischkäse und auch Eiweißskakes. Esse ca. 2.000 kcal und mache 3x pro Woche Krafttraining.

  5. Was ich auch noch erwähnenswert finde ist der Volumenunterschied zwischen 1 kg Körperfett und 1 kg Muskelmasse – der ist deutlich. So kann es nämlich passieren, dass trotz geringem Gewichtsverlust die Klamotten durch die aufgebaute Muskelmasse besser sitzen und man einfach viel gesünder aussieht.

  6. Ich bin 63 Jahre alt und habe in einem Jahr 16kg abgenommen. Aktuell bin ich bei 165 cm bei 63 kg. Ich habe täglich grob geschätzt 1500 kcal gegessen. Deshalb ist es am Ende recht langsam voran gegangen, da das Kaloriendefizit nur bei 200 – 300 kcal lag. Bis vor kurzer Zeit habe ich keinen Sport gemacht, nur meinen NEAT erhöht. Jetzt habe ich mit Krafttraining angefangen. Dort hat man mit einer BIA-Waage eine Körperanalyse gemacht. Angeblich habe ich das Stoffwechselalter von 48, wenn man der Waage trauen darf. Das hat mich xoch überrascht. Meine größte Herausforderung sind die Proteine. Ich esse nicht gerne viel Fleisch. So komme ich auf ca 80 -90 g Protein pro Tag, also 1,3 g pro Kilo Körpergewicht. Das ist nicht optimal aber mehr als die 0,8g die die DGE empfiehlt.

    1. @Sonnenblume1974

      Aufpassen, hier kann ein Defizit noch mehr Stress auslösen und die Schilddrüse steuert nochmal entgegen und fährt den Stoffwechsel weiter runter. SD wieder aktivieren und aktiv unterstützen mit der richtigen Ernährung, Schlaf, Stressmanagment regulieren und Dinge wie viel Kaffee und Alkohol drastisch reduzieren, dann purzeln die Pfunde, wenn du auch nicht im Defizit bist, aber trotzdem deinen Bedarfsumsatz nicht überschreitest. Meine persönliche Erfahrung 😊

    2. @erikaott-hornung2702

      ​@Sonnenblume1974 Interessant. Wird die Schilddrüse durch Kaffee und Alkohol gebremst bzw. wird sie bei Verzicht dessen wieder aktiviert?

    3. @Sonnenblume1974

      ​​@erikaott-hornung2702Nein, das natürlich nicht, aber es trägt gerade bei Hashimoto nicht dazu bei, die Entzündung der Schilddrüse zu reduzieren, bei einem ÜBERMÄSSIGEN Konsum. Zumal Alkohol auch nicht wenig und unnötige Kalorien hat, die man sich sparen kann wenn es um das Abnehmen geht.

  7. Die Reha mit Bewegungsübungen nach einer Schenkelhalsfraktur beginnt meist schon am 1. Tag nach der OP, gerade um das Sterblichkeitsrisiko zu senken. Die 20-30 % Sterblichkeitsrisiko beziehen sich auf Menschen im Alter ÜBER 85. Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Menschen in dem einenJahr ohnehin gestorben wären?
    Aber selbstverständlich ist es wichtig ausreichend Muskulatur im Alter zu haben und auch Cardiosport zu betreiben, um allgemein fit zu bleiben.

  8. @connysternberg8207

    ❤❤❤❤ Wie für mich Conny Sternberg gemacht, ich habe bei Dir die Ernährung Coaching absolviert 3 Monate und viel mitnehmen dürfen, ,

  9. Also ich kann machen, was ich will, ich bekomme die angesetzten 140g Kohlehydrate einfach nicht auf Dauer runter. So viel Fleisch, Eier und Fisch kann ich gar nicht fressen, bevor es mir zum Hals raushängt. Das sind echt ekelhafte Mengen. Wer isst bitte jeden verdammten Tag ne ganze Packung Rinderhack und mindestens 8 Eier? Jeden verdammten Tag?

    Und dann haben wir noch nichtmal über Trinken gesprochen. Nach einer Woche dieser Ernährungsmethode krieg ich das Kotzen, weil ich nichts anderes mehr runter kriege als immer nur dieses drecks Protein. Und mit Shakes wirds nicht besser und mit Milchprodukten bleibt mein Insulin derartig hoch, dass ich wieder Fett werde, obwohl ich ausreichend Protein zu mir nehme.

    Also ich komme – nachhaltig und ohne, dass mir das Protein irgendwann zum Hals raushängt, auf maximal 80-90g. Und dann bin ich aber auch für den Rest des Tages völlig pappesatt. Da bleibt dann noch Platz für nen Liter Wasser und dann ist Feierabend. Da ist dann nix mehr mit Gemüse oder Obst.

    1. @Sonnenblume1974

      Dann höre auf DEINEN Körper, die Signale die er dir gibt sagen alles. Und wenn man mit Ekel sich irgendwas reinzwingen muss, das ist ja auch nicht der SINN von Ernährung. Ernährung ist IMMER individuell und kein Machtinstument über den eigenen Körper.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert